Schreiben an die Mitarbeiter
Commerzbank-Chef: Keine Kapitalerhöhung

Der Vorstandssprecher der Commerzbank AG, Klaus-Peter Müller, hat Spekulationen über Liquiditätsprobleme des Instituts erneut zurückgewiesen. Die Commerzbank habe keine Liquiditätsprobleme, schreibt Müller am Montag in einem Brief an die Mitarbeiter.

vwd. FRANKFURT Eine Kapitalerhöhung war und sei nicht vorgesehen. Die Bank sei in der vergangenen Woche "ganz gezielt" Gegenstand wilder Spekulationen und teilweise böser Gerüchte gewesen, die meist vom Handelsplatz London ausgegangen seien.

Müller verweist in dem Schreiben zudem auf die Ertragsprobleme der deutschen Privatbanken, deren Ursache rückläufige Provisionseinnahmen, sinkende Handelsergebnisse und deutlich höhere Wertberichtigungen seien. Im ersten Halbjahr 2002 sei es der Commerzbank trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes gelungen, ohne nennenswerte Auflösung stiller Reserven im operativen Geschäft noch schwarze Zahlen auszuweisen.

Im dritten Quartal hätten sich negativen Tendenzen fortgesetzt. Anhand der Entwicklungen an den internationalen Börsenplätzen lasse sich feststellen, dass weitere und beträchtliche Kursverluste zu verzeichnen gewesen seien. Davon sei auch die Commerzbank betroffen, allerdings weniger als die Banken, die bei höherem Beteiligungsvermögen von den Kursrückgängen noch stärker betroffen seien.

Was die Commerzbank auch weiter beschäftigen werde, seien die negativen Perspektiven der deutschen Wirtschaft für die kommenden Monate. Ziel der Commerzbank sei die Steigerung der Erträge bei gleichzeitig ausgeprägtem Risiko- und Kostenbewusstsein. Es sei nicht zu bestreiten, dass die deutsche Kreditwirtschaft auch in den nächsten Monaten mit widrigen Marktverhältnissen rechnen müsse. Es gebe aber keine Veranlassung, an der Solidität der Bank zu zweifeln.

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