Schreiber-Untersuchungsausschuss
Stoiber muss erneut aussagen

Gut zwei Wochen nach seiner Vernehmung durch den Untersuchungsausschuss des Bundestags muss Union-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber an diesem Donnerstag erneut einem parlamentarischen Untersuchungsgremium Rede und Antwort stehen.

dpa MÜNCHEN. Der Schreiber-Ausschuss des Bayerischen Landtags will den CSU-Chef nochmals zur Finanzpraxis seiner Partei befragen. Vor allem aber soll geklärt werden, ob er sich im Interesse der Familie Strauß in das Ermittlungsverfahren gegen den Waffenhändler Karlheinz Schreiber eingeschaltet hat.

Vor dem Bundestags-Ausschuss hatte Stoiber alle Vorwürfe Schreibers über eine angeblich illegale Spendenpraxis der CSU strikt zurückgewiesen. Er gab vor allem an, als früherer Generalsekretär der Partei nie mit Finanzfragen befasst gewesen zu sein. SPD und Grüne hielten dies für "unglaubwürdig". Sie wollen auf der Basis des damaligen Vernehmungsprotokolls am Donnerstag nochmals nachhaken und Stoibers Rolle hinterfragen.

Schreiber hatte zuvor bei seiner Vernehmung durch den Bundestags-Ausschuss in Kanada angegeben, der CSU 1991 und 1992 Spenden von insgesamt 2 Mill. DM (rund 1 Mill. ?) gegeben zu haben. Zudem behauptete er, Stoiber müsse von einem in den 80er Jahren für die CSU eingerichteten Geheimfonds in der Schweiz wissen.

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