Schritt war erwartet worden
EZB senkt Leitzins auf 2,5 Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag wie an den Finanzmärkten weithin erwartet die Leitzinsen gesenkt und damit auf die verschlechterten Wachstumsaussichten für die Euro-Zone reagiert.

Reuters FRANKFURT. Der für die Refinanzierung der Geschäftsbanken maßgebliche Schlüsselzins sei um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent reduziert worden, teilte die EZB am Donnerstag nach ihrer Ratssitzung mit. Auf diesem für die Euro-Zone historisch niedrigen Niveau lagen die Zinsen zuletzt im Frühjahr 1999, nach der ersten EZB-Zinssenkung kurz nach Beginn der Währungsunion. Die Notenbank begründete die Entscheidung vorerst nicht und verwies auf die Pressekonferenz mit EZB-Präsident Wim Duisenberg ab 14.30 Uhr.

An den Finanzmärkten war die geldpolitische Lockerung weithin erwartet worden, nachdem Duisenberg kürzlich ein klares Signal dafür gegeben hatte. Viele Volkswirte hatten sogar mit einer stärkeren Zinssenkung um 50 Basispunkte gerechnet. Vor knapp zwei Wochen hatte der EZB-Chef bei dem Treffen der sieben führenden Industrienationen (G7) in Paris erklärt, dass die EZB mittlerweile mit schwächerem Wachstum in diesem Jahr rechnet als bisher und dies mit nachlassendem Inflationsdruck einhergehen sollte. Er hatte zugleich angekündigt, dass die Notenbank bei Bedarf nicht zögern werde zu handeln. Mehrere EZB-Ratsmitglieder hatten sich danach ebenfalls skeptisch zur Konjunktur geäußert.

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