Schröder bildet Kabinett neu
Kommentar: Neue Superminister

DÜSSELDORF. Zwei weitere Superminister stehen vor den Toren Berlins: Der Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee soll, so wurde heute mittag im Regierungsbezirk geflüstert, neuer Minister für Bau, Verkehr und Aufbau Ost werden. Und, so verlautete weiter: Gesundheitsministerin Ulla Schmidt bleibt im Amt und erhält zusätzlich die Zuständigkeit für die Rentenversicherung.

Tiefensee könnte, wenn die Gerüchte sich bewahrheiten, mit dieser mächtigen Infrastrukturbehörde zum ostdeutschen Pendant von Wirtschafts- und Arbeitsminister Clement werden. Die erste Bewährungsprobe für den SPD-Hoffnungsträger wäre die schnelle Beseitigung der Flutschäden im Osten.

Als nächstes muss sich der Ostdeutsche dann wahrscheinlich in den Wahlkampf stürzen. Schon jetzt wird er als aussichtsreichster Herausforderer des CDU-Ministerpräsidenten Georg Milbradt bei der Landtagswahl 2004 in Sachsen gehandelt.

Ebenbürtige Alternativen hat die SPD nicht - das wirft kein gutes Licht auf die Personalpolitik der Partei.

Das gilt auch für die wahrscheinliche Wiederberufung von Gesundheitsministerin Schmidt, die in ihrer bisherigen Amtzszeit eher glücklos agiert hat. Mag sein, dass es in der von Lobby-Interessen geprägten Gesundheitspolitik besonders schwer ist, Erfolg zu haben.

Die Botschaft des glanzlosen Weiter-so, die von der Personalie Schmidt ausgeht, lässt aber nur den Schluss zu, dass in der SPD niemand anderes mit Format willens und in der Lage war, dieses schwierige, aber überaus wichtige Amt zu übernehmen.

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