Schröder: CDU-Kampagne gegen Trittin schadet dem Ansehen der Politik.
Schröder will SPD aus Trittin-Debatte heraushalten

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat seine Partei aufgefordert, sich aus dem Streit über die CDU-Kampagne gegen Bundesumweltminister Jürgen Trittin und die SPD herauszuhalten.

ap KOBLENZ. "Mischt euch da nicht ein", sagte Schröder am Donnerstag vor rund 1 600 Anhängern in Koblenz. "Sagt den Menschen im Land: Es gibt eine politische Kraft, die hält noch was von Anstand, das ist die SPD."

Die rheinland-pfälzische CDU klebt seit Donnerstag Plakate mit dem Text: "Trittin beleidigt ganz Deutschland. Die SPD schaut zu." Schröder warnte, Kampagnen wie die der CDU erschütterten das Vertrauen der Bürger in die Seriosität von Politik. Daher müsse die SPD in der so genannten Patriotismusdebatte besonnen bleiben: "Wir sind Patrioten", sagte der SPD-Vorsitzende. "Wir müssen das nicht jeden Tag vor uns hertragen."

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck sagte, die SPD habe im Wahlkampf nicht über den politischen Gegner, sondern über politische Ziele geredet: "Es geht nicht um Diffamierung, es geht um Perspektiven für die Menschen, die in diesem Land Rheinland-Pfalz leben." Beck erinnerte an sein Wahlversprechen, in Rheinland-Pfalz die Ganztagsschule einzuführen und die Neuverschuldung bis 2006 auf Null zu führen. Die Landtagswahl am Sonntag sei damit eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft des Landes.

Der Kanzler widersprach den negativen Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. "Es gibt keinen Anlass für Pessimismus." Wirtschaftlicher Erfolg werde sich einstellen, wenn man hart darum kämpfe. Und die Bundesregierung sei entschlossen, um jedes Zehntelprozent zu kämpfen. Die SPD habe Deutschland auf einen guten Weg gebracht, auch weil die Regierung sich vor Reformen nicht gescheut habe.

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