Schröder: "Der Beste"
SPD nominiert Scholz zum Generalsekretär

Das SPD-Präsidium hat den Hamburger Landesvorsitzenden Olaf Scholz einstimmig zum Nachfolger von Franz Müntefering als SPD-Generalsekretär nominiert.

HB/dpa BERLIN. Der 44-jährige Anwalt soll auf dem SPD-Sonderparteitag am 20. Oktober gewählt werden, der nach zweimaliger Verlegung nun in Berlin stattfindet. Dort wollen rund 500 Delegierte über die Koalitionsverhandlungen mit den Grünen abstimmen.

Die Wahl sei auf Scholz gefallen, weil er durchsetzungsfähig und ein sehr politischer Mensch sei, sagte der SPD-Chef und Bundeskanzler Gerhard Schröder am Montag nach der Präsidiumssitzung. "Der Beste ist genommen worden." Scholz erklärte am Rande der Sitzung: "Ich habe mir vorgenommen, in die großen Fußstapfen von Franz Müntefering zu treten." Er kündigte an, weiter daran zu arbeiten, dass die Union ihre strukturelle Mehrheit im Land auf Dauer verliere.

Scholz gilt als gewiefter und kühl kalkulierender Parteistratege. 1998 kam er in den Bundestag. Eineinhalb Jahre später ging er als SPD-Vorsitzender nach Hamburg. Bei der Bundestagswahl am 22. September holte er in Hamburg-Altona wieder das Direktmandat.

Müntefering, der vorige Woche zum SPD-Fraktionschef gewählt worden war, teilte mit, dass Bundesgeschäftsführer Matthias Machnig zum Jahresende aus dem Amt scheidet. Seine Arbeit war während des Wahlkampfs hinter den Kulissen auch aus der Parteiführung scharf kritisiert worden. Müntefering sprach von Machnigs persönlichem Wunsch. Sein Ausscheiden sei vor zwei Monaten besprochen worden.

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