Schröder: Deutschland kann die USA als Vermittler nicht ersetzen
Entführte Soldaten - Schröder bietet Israel Vermittlung an

Deutschland sei "im Rahmen der Möglichkeiten" bereit zu helfen, wenn es um die Freilassung der von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz festgehaltenen Geiseln gehe, sagte der Bundeskanzler in Jerusalem.

Schröder bietet Israel Vermittlung wegen entführter Soldaten an = dpa JERUSALEM. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat Israel am Dienstag deutsche Hilfe bei den Bemühungen um eine Freilassung dreier nach Libanon entführter israelischer Soldaten angeboten. Nach einem Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak in Jerusalem sagte Schröder vor Journalisten, Deutschland sei "im Rahmen der Möglichkeiten" bereit zu helfen, wenn es um die Freilassung der von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz festgehaltenen Geiseln gehe. Schröder forderte erneut ein Ende der Kämpfe zwischen Israel und den Palästinensern. Deutschland könne die USA nicht als Vermittler bei dem Konflikt ersetzen, betonte er. Die Europäische Union könne jedoch bei den Bemühungen um eine Beendigung der Gewalt hilfreich sein.

Barak dankte Schröder und sagte, Israel wisse, dass es sich auch angesichts der Nahost-Krise auf deutsche Hilfe verlassen könne. Deutschland stehe Israel "in dieser schwierigen Situation" auch im Rahmen der EU zur Seite, meinte Barak.

Schröder änderte unterdessen überraschend seine Besuchspläne in den palästinensischen Autonomiegebieten. Nach Angaben der deutschen Botschaft in Tel Aviv will er Palästinenserpräsident Jassir Arafat am Mittwoch in Gaza und nicht wie geplant in Bethlehem im Westjordanland treffen. Palästinensische Beobachter nehmen an, dass Arafat angesichts der blutigen Kämpfe mit Israel derzeit Schwierigkeiten hat, den Gazastreifen zu verlassen und nach Bethlehem zu reisen.

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