Schröder erhielt Stück Rasen aus WM-Stadion von 1954
Ein Stück Fußballgeschichte kehrt zurück

Kurz vor Weihnachten hat der fußballbegeisterte Bundeskanzler ein besonderes Geschenk aus der Schweiz erhalten.

ap BERLIN. Der Schweizer Botschafter Thomas Borer und der ehemalige Nationalspieler Horst Eckel überreichten Gerhard Schröder am Mittwoch in Berlin ein fußballgroßes Stück Rasen aus dem legendären Berner Wankdorf-Stadion, in dem Deutschland 1954 Weltmeister wurde. Dem Kanzler wurde auch Fritz Walters Kleiderhaken aus der Umkleidekabine des Stadions übergeben. Das Rasenstück fand einen Ehrenplatz im neuen Kanzlergarten.

Die deutsche Mannschaft holte 1954 im Finale von Bern in einem spannenden Duell den Weltmeistertitel gegen Ungarn. Eckel gehörte zur erfolgreichen Nationalmannschaft. Schröder hatte das Spiel als Jugendlicher im Radio verfolgt. Noch heute wisse er die Aufstellung der damaligen Nationalelf aus dem Kopf, hatte der Kanzler mehrfach verkündet.

Die Berner Regierung wollte Schröder mit den Andenken ein Stück Nachkriegsgeschichte zukommen lassen. Gleichzeitig gratulierte der Schweizer Bundespräsident Moritz Leuenberger Deutschland zur gelungenen Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea. Bei dem Saatgut des Rasenstücks könne er aber nicht garantieren, dass es noch aus der Zeit des deutschen WM-Titels stamme, schrieb Leuenberger. Aber es atme noch den Geist der damaligen Zeit. Er versprach, Botschafter Borer werde es in Zeiten der Dürre gerne mit Wasser versorgen. Weit hätte er es nicht: Die Schweizer Botschaft liegt direkt gegenüber dem Kanzleramt.

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