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Schröder: Keine KabinettsumbildungDPA-Datum: 2004-06-25 19:10:48

Berlin (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will sein Kabinett vorerst nicht umbilden. Alle versuchten, ihre Arbeit gut zu machen, «jedenfalls in letzter Zeit», sagte er am Freitag im ZDF-«heute-journal»: «Die Appelle haben gefruchtet.»

Berlin (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will sein Kabinett vorerst nicht umbilden. Alle versuchten, ihre Arbeit gut zu machen, «jedenfalls in letzter Zeit», sagte er am Freitag im ZDF-«heute-journal»: «Die Appelle haben gefruchtet.»

Deshalb gebe es keine konkrete Absicht, neue Minister an Bord zu holen. «Ich habe keine Regierungsumbildung vor.» Gleichzeitig verteidigte Schröder erneut seine Reform-«Agenda 2010». Die Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger als SPD-Chef, Franz Müntefering, bezeichnete Schröder fast 100 Tage nach dessen Amtsantritt als «vertrauensvoll» und «gut».

Schröder sagte zu einer Kabinettsumbildung: «Ich sehe niemanden, der es besser machen könnte als diejenigen, mit denen ich arbeite, und deswegen arbeite ich gerne mit allen zusammen.» Bei den Reformen gebe es zwar noch Probleme bei der Umsetzung. Die Zustimmung in der Bevölkerung sei für die Reformagenda jedoch bereits jetzt hoch. «Ich bin ziemlich fest überzeugt davon, dass in dem Moment, wo sich die positiven Wirkungen zeigen, auch die Akzeptanz noch größer werden wird», sagte der Kanzler.

Die Aufgabenteilung zwischen Müntefering als Partei- und Fraktionsvorsitzendem und ihm als Bundeskanzler laufe gut. «Es geht gut, weil wir beide vertrauensvoll zusammenarbeiten, er mehr Zeit für die Partei hat und ich mehr Zeit für Regierungsarbeit habe.» Darüber hinaus habe er nun eher die Möglichkeit, «mal rauszugehen und Regierungsarbeit den Menschen draußen zu erklären». Müntefering wird am 29. Juni 100 Tage im Amt sein.

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