Schröder ließ Pressekonferenz platzen
Wird Piech neuer Telekom-Chef ?

Die Bundesregierung hat einen Bericht der "Wirtschaftswoche" zurückgewiesen, wonach Kanzler Gerhard Schröder (SPD) am vergangenen Freitag dem früheren Volkswagen-Chef Ferdinand Piech die Nachfolge von Telekom-Chef Ron Sommer angetragen hat.

HB/Reuters BERLIN. Ein Regierungssprecher sagte am Dienstag in Berlin, Schröder habe am Freitag Piech am Rande eines deutsch-amerikanischen Freundschaftsfestes getroffen. "Es ist aber kein Wort über die Telekom gesprochen worden." Insofern könne er den Bericht der "Wirtschaftswoche" klar dementieren. Zur Frage, ob Telekom-Chef Sommer, wie die Zeitschrift weiter berichtete, spätestens am nächsten Montag zurücktreten werde, sagte der Sprecher, weiter gelte, dass der Aufsichtsrat für Personalentscheidungen zuständig sei.

Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte zu dem Bericht: "Auch mit noch so kühnen Spekulationen wird man nicht zum Ziel gelangen, beim medialen Memory-Spekulieren von unserer Seite eine Karte zu bekommen. Es gibt keine Veranlassung für das Finanzministerium, sich zu unternehmerischen Entscheidungen zu äußern."

Ein Sprecher des VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piech hat am Dienstag Spekulationen energisch zurückgewiesen, der langjährige Volkswagen-Chef solle Nachfolger von Ron Sommer an der Spitze der Deutschen Telekom werden. "Herrn Dr. Piech ist das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Telekom nicht angetragen worden. Und er würde auch nicht beabsichtigen, ein solches Engagement anzutreten", sagte der Sprecher in Wolfsburg.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat am Dienstag einen Kommentar zu den jüngsten Personalspekulationen um Telekom-Chef Ron Sommer rigoros abgelehnt. Auf eine entsprechende Frage zum Auftakt einer Pressekonferenz beim Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen drehte sich Schröder wortlos und sichtlich verärgert um und verließ den Raum. Die geplante Pressekonferenz fand daraufhin nicht statt.

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