Archiv
Schröder macht sich für Durão Barroso starkDPA-Datum: 2004-06-29 12:57:26

Istanbul (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat einen fairen und vorurteilsfreien Umgang mit dem designierten neuen EU-Kommissionspräsidenten, Portugals Regierungschef José Manuel Durão, Barroso gefordert.

Istanbul (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat einen fairen und vorurteilsfreien Umgang mit dem designierten neuen EU-Kommissionspräsidenten, Portugals Regierungschef José Manuel Durão, Barroso gefordert.

Am Rande des NATO-Gipfels in Istanbul sagte Schröder am Dienstag: «Man muss ihm auch eine Chance geben.» Deutschland sei bereit, das zu tun. Nach der Nominierung durch die irische Ratspräsidentschaft hatten Kritiker ein fehlendes europapolitisches Profil des Portugiesen bemängelt. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen am Abend in Brüssel Durão Barroso offiziell als Kandidaten für das Brüsseler Spitzenamt küren. Er soll im Oktober Kommissionspräsident Romano Prodi ablösen.

Für Schröder ist Durão Barroso ein überzeugter und dynamischer Europäer. Zur Kritik an dem Auswahlverfahren sagte der Kanzler, Entscheidungen in der EU seien immer auch ein Kompromiss. «Es wird ein Maß an Einigkeit geben, das schwierig war herzustellen», sagte Schröder. Durão Barroso ist der einzige Kandidat.

Schröder und Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac wollten ursprünglich Belgiens Regierungschefs Guy Verhofstadt durchsetzen. Gegen den Belgier sperrte sich der britische Premierminister Tony Blair.

Der konservative Durão Barroso hat auch gute Chancen, die Zustimmung des Europäischen Parlaments zu bekommen. Dort stellen die Konservativen nach den Wahlen Mitte Juni die stärkste Fraktion.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%