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Schröder sieht Chance für Japans Aufnahme in UN-Sicherheitsrat

Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht trotz des Widerstandes Chinas gute Chancen für eine Aufnahme Japans als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat.

dpa TOKIO. Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht trotz des Widerstandes Chinas gute Chancen für eine Aufnahme Japans als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat.

Die bisherigen fünf ständigen Mitglieder hätten zwar die Möglichkeit, ein Veto gegen einen entsprechenden Vorschlag der Generalversammlung für die Aufnahme einer bestimmten Zahl von Ländern einzulegen, sagte der Bundeskanzler am Freitag zum Abschluss seines Besuches in Tokio. Er rechne aber nicht damit, dass die Fünf davon Gebrauch werden.

Ebenso wie für Deutschland liege aber auch vor Japan noch viel Arbeit, bis das Ziel erreicht sei. Sein Besuch habe sich gelohnt, bilanzierte der Kanzler. Es sei deutlich geworden, dass Japan und Deutschland eng zusammenarbeiten. Es gebe eine Reihe von gemeinsamen Problemen wie die Überalterung der Gesellschaft. In beiden Ländern seien zudem Reformprozesse im Gange. Man wolle noch stärker auf wirtschaftlichem Gebiet zusammenarbeiten, sagte der Bundeskanzler.

Bei der Bewertung von internationalen Problemen gebe es kaum Differenzen. Er verwies dabei auf die enge Zusammenarbeit bei Wiederaufbau des Irak und Afghanistans. Bei einer Diskussion mit Studenten forderte Schröder am Freitag die in Japan tätigen deutschen Unternehmen auf, stärker auch die Deutschkenntnisse von Bewerbern bei Einstellungen zu berücksichtigen. Man wolle, dass die deutschen Sprachkenntnisse in Japan weiter gut vertreten bleiben, sagte Schröder. Es dürfe nicht nur Englisch bei der Einstellung eine Rolle spielen. Der Bundeskanzler kündigte an, über dieses Problem mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und anderen deutschen Wirtschaftsorganisationen zu sprechen.

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