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Schröder stellt sich hinter Fischer

In der Diskussion um die Vergangenheit von Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hat sich Bundeskanzler Gerhard Schröder erneut hinter seinen Vize-Kanzler gestellt.

dpa BERLIN. In einem Gespräch mit der Hamburger Illustrierten "Max" wandte sich Schröder dagegen, dass "hier eine ganze Generation mit einer Minderheit gleichgesetzt wird, die in den Terrorismus abgeglitten ist". Die Menschen interessiere nicht, "was der oder der früher angestellt haben, sondern viel mehr: Wie hat er sich entwickelt, wie macht der heute seine Arbeit?" Auch viele Unternehmer, die damals protestierten, sähen die Kampagne der Union mit Befremden. "Die wollen sich jetzt ihre Jugend, ihre Ideale und Erinnerungen nicht kaputtmachen lassen vom konservativen Lager."

Zu seiner Haltung zu jener Zeit meinte Schröder: "Ich habe keinen Grund, mich zu distanzieren. Diese Republik wäre eine andere ohne die 68er." Er habe sich zwar nie mit Theoriedebatten aufgehalten, fühlte sich zu jener Zeit "aber so frei wie vorher nie in meinem Leben. Mein Befreiungserlebnis war, dass ich überhaupt studieren konnte. Insofern brauchte ich keine Bewegung, die mich befreite. Das habe ich alles selbst gemacht. Ich hatte plötzlich Zeit für viele angenehme Dinge, für ein fröhliches Leben."

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