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Schröder und Chirac für zügige EU-Erweiterung

Kanzler und Staatspräsident plädierten bei einem Treffen in Berlin auch für eine schnelle Aufnahme der Arbeit des EU-Konvents.

ap BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder und der französische Staatspräsident Jacques Chirac haben sich für eine zügige Erweiterung der EU ausgesprochen. Nach einer rund zweistündigen Unterredung am Montagabend in Berlin, an der auch Premierminister Lionel Jospin und die Außenminister Joschka Fischer und Hubert Vedrine teilnahmen, sagte Schröder vor der Presse, Frankreich und Deutschland wollten weiter bei der Ausarbeitung von Positionen für die Osterweiterung der EU zusammenarbeiten.

Schröder plädierte für eine zügige Aufnahme der Arbeit des EU-Konvents, der die nächste umfassende Reform der EU vorbereiten soll. Chirac sagte, beide Seiten seien überein gekommen, in engster Absprache die Arbeit des Konvents zu begleiten. Wie Schröder sprach sich auch Chirac für ein europäisches Sozialmodell aus. Alle sollten gleichermaßen in den Genuss des Wohlstands in Europa kommen, sagte Chirac. Es sei such Übereinstimmung erzielt worden, dass die Märkte in Europa kohärenter gestaltet werden sollten.

Laut Schröder waren sich beide Seiten einig, dass die Friedensverhandlungen in Nahost wieder aufgenommen werden müssten und dass Afghanistan auf dem Weg zur Demokratie unterstützt werden müsse. Das Treffen war das sechste im Rahmen der alle sechs bis acht Wochen stattfindenden Begegnungen zwischen der deutschen und der französischen Regierung.

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