Schröder warb um Unterstützung für seine Haltung im Afghanistankrieg
Schröder bekennt sich bei SPD-Parteitag zu Rot-Grün

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich beim SPD-Parteitag zur Zukunft der rot-grünen Koalition bekannt. "Ich will diese Arbeit mit den Grünen fortsetzen", sagte Schröder am Montag in seiner Rede vor dem SPD-Parteitag in Nürnberg laut Redetext.

Reuters NÜRNBERG. "Wir tragen gemeinsam Verantwortung für Deutschland. Die Koalition stellt sich den Notwendigkeiten der Politik in einer veränderten Welt." Dies sage er "denen, die immer so gern das Sterbeglöckchen von 'Rot-Grün' läuten", sagte er und verwies auf die Entscheidung des Bundestags vom vergangenen Freitag über seine Vertrauensfrage und den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. "Die Entscheidung vom letzten Freitag war ein Signal."

Schröder kritisierte die Grünen zugleich wegen ihrer fortgesetzten Diskussion über den deutschen Militärbeitrag: "Ich müsste lügen, wenn sich sagen wollte, dass ich nicht auch mit manchem, was aus den Reihen der Grünen geäußert wird meine Schwierigkeiten hätte." Die Grünen müssten die Frage beantworten, "ob man sich auf die Wirklichkeit einlässt, gewiss um sie besser zu machen", sagte Schröder weiter. "Nostalgie und Verdrängung sind nicht geeignet, Deutschland zu regieren."

Vor den rund 500 Delegierten warb Schröder um Unterstützung für seine Haltung im Afghanistan-Krieg: "Ich brauche Eure Zustimmung für die Politik, über die am Freitag der Deutsche Bundestag entschieden hat." Schröder hatte die Abstimmung über die Bereitstellung von bis zu 3900 deutschen Soldaten für einen möglichen Afghanistan-Einsatz mit der Vertrauensfrage verknüpft, weil er sich einer eigenen rot-grünen Mehrheit dafür nicht sicher sein konnte. Nach tagelagen Diskussionen stimmten schließlich 336 von 341 Abgeordneten der Koalition für den Antrag und damit für eine Fortsetzung des rot-grünen Regierungsbündnisses.

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