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Schröder will private Konkurrenz für Bundesanstalt

Die Arbeitsämter müssten kunden- und dienstleistungsorientierter werden, erklärte der Kanzler in einem Interview.

rtr BERLIN. Die wegen falscher Statistiken zur Vermittlung Arbeitsloser heftig kritisierte Bundesanstalt für Arbeit (BA) soll sich nach Ansicht des Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) privaten Wettbewerbern öffnen. Schröder sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" mit Blick auf die Arbeitsämter: "Sie sollten sich der privaten Konkurrenz wirklich öffnen." Die Arbeitsämter müssten "ganz einfach kunden- und dienstleistungsorientierter werden". Der Kanzler glaube nicht, dass man derzeit bereits von einem richtigen Wettbewerb in der Arbeitsvermittlung sprechen könne, berichtete die Zeitung am Freitag. Schröder geht von einer längerfristigen BA-Reform aus: "Eine Organisation mit mehr als als 90 000 Mitarbeitern kann man nicht von einem Tag auf den anderen vom grünen Tisch her umorganisieren."

Schröder will am Freitag zusammen mit Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) Eckpunkte einer Reform der BA vorstellen. Gerechnet wird auch mit einem baldigen Rücktritt des BA-Präsidenten Bernhard Jagoda. Riester hatte am Donnerstag angekündigt, der personelle Neuanfang in der BA werde ohne Jagoda geschehen. Schröder sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" dazu: "Jagoda ist nicht mein Job."

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