Schröder zeigt Gesprächsbereitschaft
Vorziehen der Steuerreform wird immer wahrscheinlicher

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat erstmals öffentlich Bereitschaft signalisiert, die nächste Stufe der Steuerreform vorzuziehen. Wenn dies durch Subventionsabbau zu schaffen sei, könne man mit ihm darüber reden, sagte er am Montag vor einer SPD-Präsidiumssitzung in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Im Vordergrund müsse aber die Verabschiedung der Strukturreformen in der Sozialpolitik stehen. Schröder zeigte sich erleichtert über die Zustimmung des Grünen - Parteitags. Eine so große Mehrheit habe er nicht erwartet.

Eine Absage erteilte der rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck (SPD) Forderungen von Parteilinken, Spitzenverdiener von vorzeitigen Steuersenkungen auszunehmen. Dies seien "Nebenkriegsschauplätze", sagte Beck vor der Sitzung der SPD-Spitze. "Entweder wir machen diesen Schritt oder wir lassen es", betonte der Mainzer Regierungschef.

Der Sprecher der Parlamentarischen Linken in der SPD, Fraktions-Vize Michael Müller, hatte in der "Financial Times Deutschland" angeregt, bei einem Vorziehen der Steuerreform um ein Jahr die darin enthaltene Senkung des Spitzensteuersatzes davon auszunehmen.

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