Schrumpfende Märkte
Deutsche Autos in den USA auf der Gewinnerstraße

Deutsche Autos befinden sich in Amerika im Vergleich zur Konkurrenz auf der Gewinnerstraße. Der Marktanteil deutscher Hersteller an Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen kletterte im Februar auf 5,1 Prozent.

dpa FRANKFURT. Vor einem Jahr lag er noch bei 4,7 Prozent, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

Besonders beliebt waren importierte deutsche Modelle, die besser abschnitten als in den USA gebaute deutsche Marken. Sie bauten ihre Marktpräsenz auf 3,5 (Vorjahr: 2,9) Prozent aus, während die in den USA hergestellten Modelle auf einen Anteil von 1,6 Prozent zurückfielen.

Schrumpfender US-Markt

Im Februar verringerte sich der Absatz aller deutscher Marken zwar 0,5 Prozent auf etwa 63 000 Autos. Doch der gesamte US-Markt schrumpfte in diesem Zeitraum um drei Prozent auf 1,3 Millionen Personenwagen. Dem Münchner Autobauer BMW gelang es als einzigem deutschen Hersteller im Februar mehr abzusetzen als vor einem Jahr: Der Verkauf stieg um 14 Prozent auf knapp 18 000 Modelle.

Dagegen litt der Absatz der Konkurrenz unter der sinkenden Automobilnachfrage in den USA: Volkswagen setzte mit 28 000 Einheiten sechs Prozent weniger ab, Mercedes verkaufte mit knapp 15 000 Personenwagen zwei Prozent weniger. Die aus Deutschland importierten Autos verbesserten sich um 9,2 Prozent auf rund 43 000 Autos, während die in den USA gebauten deutschen Modelle um 16,7 Prozent auf knapp 20 000 Stück verloren.

Nachfragerückgang in Westeuropa

Auch dem Nachfragerückgang in Westeuropa entzogen sich die deutschen Autobauer mit Ausnahme von Volkswagen und Opel erfolgreich. Die Zahl der Neuzulassungen verringerte sich um 1,4 Prozent auf 1,06 Millionen Fahrzeuge. BMW und Daimler-Chrysler bauten ihre Marktanteile auf 4,3 und 6,2 Prozent aus und setzten im Februar auch mehr Fahrzeuge ab. Volkswagen konnte zwar seinen Marktanteil steigern, verkaufte aber 7,2 Prozent weniger Pkw.

Die weltweite Automobilproduktion verringerte sich auf Grund der schwachen Nachfrage und dem Abbau von Lagerbeständen erstmals seit 1998. Mit 55,7 Millionen Fahrzeugen blieben die Hersteller um knapp vier Prozent hinter dem Rekordwert des Jahres 2000 zurück.

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