Schrumpfkur für GM-Tochter
Autohersteller Saab streicht jede fünfte Stelle

Der schwedische Autohersteller Saab hat wegen anhaltend hoher Verluste die Streichung von 20 % aller Stellen angekündigt.

HB/dpa GÖTEBORG. Das zum US-Konzern General Motors (GM) gehörende Traditionsunternehmen teilte am Mittwoch den 6 600 Beschäftigten im Stamwerk Trollhättan sowie in Göteborg bei Betriebsversammlungen mit, dass mit der Reduzierung um 1 300 Stellen die Kosten gesenkt und die Produktivität deutlich gesteigert werden sollen.

Die Mehrzahl der Betroffenen ist in der Produktion tätig. Saab hatte im ersten Halbjahr 1,2 Mrd. Kronen (133 Mill. Euro) Verlust eingefahren. Als wichtigste Gründe gelten neben der schwachen Nachfrage in Westeuropa und den USA auch die Entwicklung des Dollarskurses sowie hohe Entwicklungskosten für die neuen Modelle der Reihe 9-3. Der Saab-Vorstandsvorsitzende Peter Augustsson kündigte erhebliche Veränderungen in der Unternehmensspitze sowie im Verkaufs- und Marketingnetz an. Man rechne mit einer "deutlich verbesserten finanziellen Situation" im kommenden Jahr.

Der europäische GM-Chef Michael J. Burns erklärte, das Mutterunternehmen habe weiter Vertrauen in Saab. Der schwedische Autohersteller hat in zehn der vergangenen zwölf Jahre Verluste erwirtschaftet. GM-Europachef Michael J. Burns sagte: "Mit seiner jetzigen Produktoffensive hat Saab die Grundlage für eine wesentlich stärkere Position auf dem Markt gelegt." Nach einem Bericht der deutschen Ausgabe der "Financial Times" orientiert sich der schwedische Sanierungsplan an dem Restrukturierungsplan "Olympia", der zur Zeit bei Opel läuft. Opel ist ebenfalls eine General-Motors- Tochter.

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