Schrumpfkur geht weiter
Kinowelt verkauft Kino-Kette

Der von der Pleite bedrohte Medienkonzern Kinowelt hat die Kino-Kette Kinopolis verkauft. Die Kette mit Multiplex-Kinos in zehn Städten sei an eine Frankfurter Investoren- Gruppe veräußert worden, teilte die Kinowelt Medien AG am Freitag in München mit.

dpa MÜNCHEN. Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben. Der Verkauf der Kinokette ist ein wichtiger Schritt in der Schrumpfungskur des Medienkonzerns. Über die Übernahme des Kerngeschäfts werde derzeit mit potenziellen Investoren verhandelt. Mit einem Ergebnis der Verhandlungen sei aber erst in der zweiten Aprilhälfte zu rechnen. Die laufenden Verbindlichkeiten inklusive der Löhne könnten aber über den März hinaus bezahlt werden, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Wolfgang Ott.

Die Kino-Kette Kinopolis betreibt Kinos in Flensburg, Wilhelmshaven, Bad Oeynhausen, Paderborn, Bonn/Bad Godesberg, Freiberg, Sulzbach bei Frankfurt, Aschaffenburg, Darmstadt und Viernheim.

In den vergangenen Monaten hatte sich Kinowelt bereits von einer Reihe von Beteiligungen getrennt. Nachdem das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2001 Verluste von mehr als 300 Mill. Euro gemacht hatte und die niederländische Bank ABN Amro einen Kredit kündigte, hatte Kinowelt im Dezember die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

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