Schüler müssen noch jahrelang mit D-Mark rechnen
Vertrauen in Stabilität des Euros ist gering

Ein halbes Jahr vor der Einführung des Euros haben die Deutschen nur wenig Vertrauen in die neue europäische Währung. In einer Umfrage von infratest dimap für die "Welt am Sonntag" zeigten sich 71 % der rund 600 Befragten überzeugt, dass der US-Dollar dauerhaft stabiler sein werde als der Euro.

ap HAMBURG. Nur 19 % trauten dem Euro mehr Stabilität zu. Schüler müssen nach Informationen der `Bild am Sonntag" ohnehin noch jahrelang mit D-Mark rechnen: Die Schulbücher werden erst nach und nach umgestellt.

Das Vertrauen in die neue Gemeinschaftswährung steigt der Umfrage zufolge mit dem Alter der Befragten: 79 % der 18- bis 29-Jährigen hielten die US-Währung dauerhaft für stabiler, bei den über 60-Jährigen waren es 66 %.

In "Bild am Sonntag" kritisierten unterdessen Pädagogen, dass in Schulbüchern noch jahrelang mit der alten Währung gerechnet werde. "Gerade in den ersten Schuljahren lernen Kinder viel über den Umgang mit Geld und darüber, Preise richtig einzuschätzen", zitierte das Blatt Heinz Durner, den Präsidenten des Deutschen Philologenverbandes. Vor allem in den Grundschulen müssten den Kindern ab Januar neue Schulbücher zur Verfügung gestellt werden.

Dies scheitert den Angaben zufolge aber am Geld. Laut dem Zeitungsbericht sollen in Niedersachsen Bücher mit alter Währung erst in zwei Jahren aus der Schule verschwunden sein. Nordrhein-Westfalen, Hessen und Hamburg rechneten gar mit Übergangsfristen bis zu vier Jahren. Vorgesorgt habe nur Bayern: Dort würden schon seit zwei Jahren nur noch Schulbücher zugelassen, die beide Währungen enthielten.

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