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Schüttler-Trainer fordert Rücktritt der DTB-Führungsriege

Hamburg (dpa) - Dirk Hordorff, Trainer und Manager von Spitzenspieler Rainer Schüttler, hat die Führungsriege des Deutschen Tennis Bundes (DTB) zum Rücktritt aufgefordert.

«Wenn sich die DTB-Führung nicht in der Lage fühlt, eine der wesentlichen Aufgaben des Verbandes zu erfüllen, dann sollte sie sagen: Wir lassen es sein! Und das schnellstens, zum Wohle des deutschen Tennis», sagte Hordorff dem «Hamburger Abendblatt».

Der frühere Wirtschaftsdozent und Ex-DTB-Sportwart kritisierte in scharfer Form die schlechte Außendarstellung des größten Tennis- Verbandes der Welt (1,9 Millionen Mitglieder) in Bezug auf das Masters-Turnier am Hamburger Rothenbaum. «Sie können nicht am Montag darüber reden, dass sie das Turnier verkaufen wollen, und am Dienstag Geldgeber für genau diese Veranstaltung suchen. Das wirkt im höchsten Maße unglaubwürdig und ist nicht professionell», meinte Hordorff.

Der 47 Jahre alte Geschäftsmann und Tennis-Experte sieht das auch als Hauptgrund dafür, dass Hamburg als einzigem der neun Masters- Turniere ein Hauptsponsor fehlt. «Der Rothenbaum wird weltweit 1000 Stunden im Fernsehen gezeigt. Das nenne ich eine hervorragende Werbeplattform. Die Substanz muss gut sein, wenn andere bis zu 20 Millionen Dollar für den Erwerb der Turnierrechte zahlen wollen.»

Das größte deutsche Tennisturnier hat trotz Zuschauerrekords in diesem Jahr erneut etwa 600 000 Euro Verlust gemacht. DTB-Präsident Georg von Waldenfels hatte in einem Brief an den Hamburger Senat bis zu einer Million Euro jährlich zur Rettung der Veranstaltung erbeten. Die Entscheidung über eine Fortführung des Turniers muss bis Ende Juni gefallen sein. Waldenfels will im September kommenden Jahres sein Amt zur Verfügung stellen und Platz für einen hauptamtlich arbeitenden Präsidenten machen.

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