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Schuhindustrie trotz Umsatzeinbußen optimistisch

Reuters DÜSSELDORF. Die deutsche Schuhindustrie hat in den ersten sechs Monaten diesen Jahres nicht von dem allgemeinen Konjunkturanstieg profitieren können und wartet weiter auf den Aufschwung. Der Vorsitzende des Hauptverbandes der Deutschen Schuhindustrie, Roland Bieger, machte am Donnerstag in Düsseldorf die schwache Inlandsnachfrage für die gesunkenen Umsätze verantwortlich. In diesem Jahr werde der Preis für Schuhe kaum steigen. Der Handel blicke aber optimistisch in die zweite Jahreshälfte angesichts der vielen neuen Stiefeltypen, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes des Deutschen Schuheinzelhandels, Liselotte Frank-Schertel.

Die Stimmung des Handels sei gut, nicht zuletzt wegen der reizvollen Mode mit vielen Farben und neuen Formen, sagte Frank-Schertel. Von sportlich-bequemen Sneakern bis hin zu "zickigen" Absätzen sei alles vom Kunden gut angenommen worden. Von der Politik forderte Frank-Schertel eine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten, die nach regionalen Anforderungen variieren könnten. Wünschenswert seien Geschäftszeiten an Samstagen bis 18.00 Uhr sowie an verschiedenen Werktagen bis 22.00 Uhr. Verkaufsoffene Sonntage könnten auf vier Sonntage im Jahr begrenzt werden. Dem Handel stünden wegen des zunehmenden elektronischen Geschäfts via Internet einige Veränderungen ins Haus. Möglicherweise würden viele Einzelhändler bald zu Versendern. Daraus ergebe sich jedoch ein großer Anpassungsbedarf.

Keine höherern Preise



Den Käufern stehen nach den Worten Biegers in der zweiten Jahreshälfte kaum höhere Schuhpreise bevor. Die Preisentwicklung im ersten Halbjahr habe in etwa auf Vorjahresniveau gelegen. Die Kosten für den Endverbraucher seien um 0,2 Prozent, die Herstellungspreise um 0,6 Prozent gestiegen. Mit weiteren Erhöhungen im laufenden Jahr sei nicht zu rechnen, sagte Bieger. Die Erlöse der heimischen Schuhindustrie sanken um 7,9 Prozent auf 3,03 Milliarden Mark, wie Bieger sagte. Die Umsätze im Inland seien um zehn Prozent zurückgegangen, das Auslandsgeschäft sei mit einem Rückgang von 1,1 Prozent in etwa auf Höhe des Vorjahres geblieben.

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