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Schuhpreise bleiben stabil

Die Verbraucher können im kommenden Jahr mit stabilen Schuhpreisen rechnen. Im Vorfeld der Schuhmesse GDS erklärten Vertreter der deutschen Schuhindustrie und des Einzelhandels in Düsseldorf, dass Preiserhöhungen nicht durchsetzbar seien.

dpa DÜSSELDORF. Die Verbraucher können im kommenden Jahr mit stabilen Schuhpreisen rechnen. Im Vorfeld der Schuhmesse GDS erklärten Vertreter der deutschen Schuhindustrie und des Einzelhandels in Düsseldorf, dass Preiserhöhungen nicht durchsetzbar seien.

Die einheimische Schuhbranche leide weiter unter der Kaufzurückhaltung der Bundesbürger. Sie kauften zwar nicht erheblich weniger Schuhe ein. Rabatte drückten aber auf die Umsätze.

Auf der GDS präsentieren vom 16. bis zum 19. September rund 1650 Schuhproduzenten aus 53 Ländern dem Handel die Schuhtrends für das Frühjahr und den Sommer 2005. Bei der Ausstellerzahl verzeichnet die Messe Düsseldorf nach eineinhalb Jahren Stagnation jetzt dank der internationalen Resonanz ein starkes Wachstum von 10 %. Neun von zehn Ausstellern reisen aus dem Ausland an den Rhein. Größte Nation ist China mit 376 Unternehmen gefolgt von Italien mit 248 Firmen.

Die deutsche Schuhindustrie hat ihr doppeltes Absatzproblem 2004 vorerst abgestreift: In den ersten fünf Monaten stieg der Umsatz im Inland überraschend um 1,2 %, sagte der Vorsitzende des Hauptverbandes der Deutschen Schuhindustrie, Philipp F. Urban. Das Exportgeschäft nahm gleichzeitig um mehr als 20 % zu. Im Vorjahr hatten sich sowohl der Inlandsabsatz als auch die Exporterlöse der deutschen Schuhindustrie rückläufig entwickelt.

Der Schuheinzelhandel sei nicht nur wetterfühlig, sondern auch eine politiksensible Branche, schilderte der Vize-Vorsitzende des Verbandes Bdse, Andreas Oehme. Durch den Regen sei der Flip Flop 2004 kein Renner gewesen. Dafür seien Sandalen und jetzt auch schon der Stiefel besser gelaufen. Oheme befürchtet, dass Verbraucher durch die Arbeitsmarktreform Hartz IV verunsichert wurden und sich beim Kauf zurückhalten. 2004 erwarte der Schuhhandel erneut ein Umsatzminus.

Mit der Mailänder Schuhmesse droht nach den Worten Urbans durch zeitgleiche Termine im Herbst 2005 ein Messekrieg. "Für mich ist das unverständlich", betonte Urban. Die Terminierung in Mailand sei eine Provokation ohnegleichen. Der Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, Wilhelm Niedergöker sprach sich für eine europäische Schuhwoche im Herbst 2005 mit abgestimmten Terminen um zwei Wochenenden herum aus. Dies wäre für die Hersteller aus Amerika und Asien sehr attraktiv. Bisher gebe es jedoch noch keine Einigung mit der Mailänder Messe.

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