Schuld wird neuem Buchhaltungssystem gegeben
Winter verfehlt eigene Gewinnprognose

Der am Neuen Markt gelistete Chipkarten-Hersteller Winter hat nach der Einführung eines neuen Buchhaltungssystems seine Gewinnerwartungen 2001 weit verfehlt.

Reuters OLCHING. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei mit 800 000 Euro hinter der Planung von 3,2 Mill. Euro zurück geblieben, teilte das Unternehmen am Dienstag in Olching bei München mit. Beim Umsatz übertraf Winter mit 44,2 Mill. Euro dagegen die Planung von 43 Mill. Euro. Winter-Vorstandssprecher Gerhard Osterrieder sagte Reuters, die Abweichung sei vor allem auf einen geringeren Bilanzsansatz für halbfertige Produkte zurückzuführen, nachdem eine neue Bewertungsmethode eingeführt worden sei. Mehr Geld als erwartet habe auch die Einführung des neuen EDV-Systems gekostet.

Für Prozesskosten im Zuge einer Klage von Firmengründer Otto Winter gegen die Unternehmensführung habe Winter bisher 460 000 Euro ausgegeben oder zurückgestellt. Otto Winter, dessen Familie fast 30 % am Unternehmen hält, beschuldigt den Vorstand der Untreue, Bestechung und des Prospektbetrugs.

Die Aktie wurde bis 14.05 Uhr MEZ vom Handel ausgesetzt. Vorher hatte das Papier bei geringen Umsätzen 5,1 % auf 5,60 Euro eingebüßt.

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