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Schulden der Krankenkassen wachsen auf vier Mrd. Mark

Die gesetzliche Krankenversicherung wird nach Einschätzung der Bundesregierung 2001 mit einem Defizit von rund vier Mrd. DM abschließen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte am Dienstag in Berlin, bis zum Ende des dritten Quartals sei der Fehlbetrag auf rund 6,19 Mrd. DM gestiegen.

Reuters BERLIN. Da auf Grund von Einmalzahlungen wie das Weihnachtsgeld im vierten Quartal ein Überschuss von zwei Mrd. DM zu erwarten sei, "ist ein Jahresdefizit von gut vier Mrd. DM realistisch". Rechnerisch entspreche dies einem Effekt von 0,2 Prozentpunkten bei den Beitragssätzen.

Die Krankenkassen haben angesichts ihrer Fehlbeträge zum Teil deutliche Erhöhungen der Beitragssätze für das kommende Jahr angekündigt. Die Kassen begründen dies mit den gestiegenen Ausgaben für Arzneimittel und die Übernahme von Kosten anderer Sozialversicherungen. Negativen Einfluss auf die Kassen-Finanzen haben auch die Entwicklung von Konjunktur und Arbeitsmarkt. Nach Einschätzung der Kassen wird der durchschnittliche Beitragssatz von derzeit 13,6 % auf mindestens 14 % im Jahr 2002 steigen.

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