Schulden in Höhe von 4,7 Milliarden Euro
Mobilcom droht nun die Insolvenz

France Télécom zieht unter dem Streit mit Mobilcom-Chef Gerhard Schmid und dem Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmen einen Schlußstrich.

dpa/rtr PARIS/FRANKFURT. Der Konzern habe den deutschen Partner davon unterrichtet, dass die im März 2000 getroffene Vereinbarung beendet werde, teilte der France Télécom-Vorstand am Dienstag in Paris mit. France Télécom ist mit 28,5 Prozent an Mobilcom beteiligt.

Nach der Mitteilung sind die Aktien von Mobilcom weiter massiv unter Druck geraten. Man werde Mobilcom jedoch zunächst begrenzte finanzielle Unterstützung zukommen lassen, teilte France Telecom weiter mit. Nach Angaben der Deutschen Börse wurden die Mobilcom-Aktien ab 18.10 Uhr bis zum Handelsende um 20 Uhr ausgesetzt.

Die Titel lagen kurz nach der Mitteilung mehr als 43 Prozent im Minus bei 7,75 Euro, während der Nemax 50 um 2,5 Prozent nachgab. Bereits am frühen Nachmittag waren die Papiere bei hohen Umsätzen um mehr als 30 Prozent eingebrochen, was Händler auf Marktgerüchte zurückgeführt hatten, wonach sich France Telecom von ihrem Anteil trennen wolle.

Mobilcom braucht die finanzielle Unterstützung der France Telecom zur Umschuldung von Verbindlichkeiten in Höhe von 4,7 Milliarden Euro, die im Juli fällig werden. Ohne die finanzielle Unterstützung durch den Großaktionär drohe Mobilcom die Insolvenz, hatte Finanzvorstand Thorsten Grentz jüngst gesagt.

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