Schulden sinken schneller
Lufthansa im Aufwind

Die deutsche Fluggesellschaft erholt sich offensichtlich schneller als erwartet. Finanzvorstand Kley erhöhte die Ergebnis-Prognose um 100 Mill. Euro und kündigte den Kauf von zehn Airbus A330-300 an.

Reuters FRANKFURT. Er gehe mittlerweile von einem operativen Ergebnis für 2002 in Höhe von 500 Mill. Euro aus, sagte Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Bei der Hauptversammlung im Juni hatte das Unternehmen lediglich mit 400 Mill. Euro gerechnet. Mit der Entscheidung für den Kauf der zehn Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A330-300 nutze der Konzern die momentan günstige Marktsituation für Flugzeugbeschaffungen. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte die Angaben.

Die Aktien der Lufthansa stiegen am Vormittag in einem schwachen Gesamtmarkt um 3,4 Prozent. Kley sagte in dem Interview, er sehe der Geschäftsentwicklung mit wachsender Zuversicht entgegen. "Wenn heute Hauptversammlung wäre, dann würden wir eher 500 Mill. Euro sagen", erklärte der Finanzvorstand zu der Ergebnisprognose. Auch der Mittelzufluss entwickle sich positiv. "Ich gehe davon aus, dass wir zwei Milliarden Euro erreichen werden. Und da wir unverändert weiter auf der Investitionsbremse stehen, werden wir unser Ziel, die Verschuldung abzubauen, auch schneller erreichen".

Dem Ziel, das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapital von 110 Prozent Ende 2001 auf 40 bis 60 Prozent zu senken, sei der Konzern "ein gutes Stück näher gekommen". Mit dem Kauf der neuen Langstreckenflugzeuge werde die Lufthansa die größte A330/340-Flotte der Welt betreiben, sagte Kley der Zeitung. Die Maschinen würden von Januar 2004 bis November 2005 ausgeliefert.

Der Kauf sei in der Investitionsplanung des Konzerns bereits berücksichtigt, der Aufsichtsrat müsse aber noch zustimmen. Mittelfristig sehe die Lufthansa im Interkontinentalverkehr gute Wachstumschancen. Kley wollte sich nicht zum Kaufpreis für die Flugzeuge äußern. Experten gehen dem FAZ-Bericht zufolge jedoch von einer Summe von einer Milliarde Euro aus. Der Listenpreis betrage 1,47 Mrd. Euro.

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