Schulden sollen abgebaut werden
Deutsche Telekom verkauft Anteile an France Télécom

Die Deutsche Telekom hat am Mittwoch ihren rund 1,8 prozentigen Anteil an France Télécom veräußert. Bei einem Block Trade habe sie für ihre rund 20 Millionen FT-Aktien rund 300 Millionen Euro erlöst, teilte die Deutsche Telekom mit.

dpa BONN. Die Einnahmen sollten ausschließlich zur Rückführung der Verschuldung verwendet werden. Mit dem Verkauf der Anteile habe die Deutsche Telekom einen weiteren Schritt zur Reduzierung der Nettoverschuldung getan, hieß es.

Die Telekom hatte in jüngster Vergangenheit beim Versuch ihre Schulden abzubauen, Rückschläge erlitten. So scheiterte der Verkauf eines Teil des Kabelnetzes an den US-Medienriesen Liberty Media am Bundeskartellamt. Zudem wurde der Börsengang der Mobilfunktochter T Mobile - wegen des schlechten Börsenumfeldes auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Konzern schiebt derzeit einen Schuldenberg von 65 Milliarden Euro vor sich her.

France Télécom hatte bereits im Dezember 2000 mit einem Telekom - Aktienverkauf das Ende der Partnerschaft mit der Deutschen Telekom unterstrichen. Der französische Konzern gab für 3,1 Milliarden Euro seinen Anteil von 1,8 Prozent am Bonner Konzern in die Hände der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Grundlage war eine Mitte 2000 getroffene Vereinbarung über die Auflösung der gegenseitigen Beteiligungen von France Télécom und Deutscher Telekom AG. Die Partnerschaft der Unternehmen war 1999 geplatzt. Damals wollte sich Telekom-Chef Ron Sommer mit der Telecom Italia verbünden. Für das Aktienpaket der Deutschen Telekom an France Télécom besaßen die Franzosen eine Option über ein Jahr, deren Frist im Januar 2002 begann.

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