Schuldenabbau auch über Wandelanleihe
Prada will Fendi-Anteile an LVMH verkaufen

Der italienische Modekonzern Prada Holding NV verhandelt nach Angaben aus Finanzkreisen mit dem Luxusgüter-Hersteller LVMH Moet-Hennessy Louis-Voitton über einen Verkauf seiner Anteile am Modedesigner Fendi. Einen Preis für das Geschäft könne man noch nicht nennen, hieß es am Donnerstag.

Reuters MAILAND. Die Finanzkreise bestätigten einen Bericht des "Wall Street Journal", wonach eine Entscheidung Pradas über den Verkauf seiner 25,5-prozentigen Beteiligung wahrscheinlich sei. Fendi ist in der Modebranche vor allem bekannt für Pelzkleidung und Designer-Handtaschen.

Das Modehaus Prada, das im September aufgrund der Anschläge in den USA seinen Börsengang verschoben hatte, erwägt eigenen Angaben zufolge eine Wandelanleihe. Mit dem Verkauf der Fendi-Anteile und der Herausgabe der Wandelanleihe sollen die Schulden abgebaut werden, den das Modehaus nach einer intensiven Einkaufstour angehäuft habe, hieß es weiter. Zum Prada-Konzern gehören unter anderem Modehäuser wie Jil Sander und Helmut Lang.

LVMH und Prada hatten gemeinsam in den späten 90er Jahren 51 % der Anteile am römischen Modedesigner Fendi für rund 1,03 Mrd. ? erworben. Versuche der beiden Anteilseigner, den Betrieb zu modernisieren, seien immer wieder an der konservativen Einstellung der Fendi-Familienmitglieder gescheitert, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Modekreise weiter.

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