Schuldenabbau durch Wasser-Anteilsverkauf
Vivendi Universal macht Mittel flüssig

Der angeschlagene Medienkonzern Vivendi Universal trennt sich für einen Milliardenbetrag endgültig von seiner Wasser- und Umweltsparte und kann dadurch seine Schulden mehr als halbieren. Zum Abschluss der Transaktion am 24. Dezember erhalte der Konzern rund 1,86 Milliarden Euro, teilte Vivendi Universal in Paris mit.

HB/dpa PARIS. Der Schuldenstand von Vivendi Universal wird sich nach Angaben des Konzerns durch den Verkauf am Jahresende auf etwa 14 Milliarden Euro verglichen mit 37 Milliarden Euro Ende 2001 verringert haben. Bei Vivendi Environnement hatte der Vivendi-Universal-Konzern einen Großteil seiner Schulden aufgeführt, die nach der Trennung nun nicht mehr in der Bilanz erscheinen.

Die Anteile am weltgrößten Wasserversorger Vivendi Environnement werden nach Unternehmensangaben an eine Gruppe französischer Investoren verkauft, zu der die großen Finanzinstitute des Landes wie BNP Paribas, AXA oder AGF sowie der Energiekonzern EDF gehören.

Der Verkauf der Beteiligung werde in zwei Schritten vollzogen, hieß es. Die Investorengruppe erwirbt zunächst 20,4 Prozent und übernimmt zugleich eine Option auf die restlichen 20,4 Prozent, die bis Ende 2004 ausgeübt werden soll.

Die Aktie von Vivendi Universal legte in Paris in einem insgesamt leicht schwächeren Markt um gut zwei Prozent auf knapp 14,50 Euro zu.

Vivendi Universal war aus dem Umbau des traditionsreichen früheren Wasserversorgungskonzerns Compagnie Générale des Eaux zu einem großen Medienkonzern entstanden. Der ehemalige Vorstandschef Jean-Marie Messier, der im Sommer seinen Hut nehmen musste, war zu Börsenhöchstkursen weltweit auf Einkaufstour gegangen und hatte den Konzern dadurch in die oberste Medienliga gebracht. Auf Grund des Wertverlusts der Beteiligungen und der vorgenommenen Milliarden- Abschreibungen geriet der Konzern tief in die Verlustzone.

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