Schuldenabbau
Telefónica setzt den Rotstift an

Spaniens größter Telekomkonzern, die Telefónica S.A., will seine Schuldenlast in den nächsten Jahren deutlich reduzieren.

sk MADRID. Bis Ende 2004 sollten die Verbindlichkeiten um knapp die Hälfte auf 16,2 Mrd. Euro sinken, teilte der Konzern der spanischen Börsenaufsicht CNMV in Madrid mit. In diesem Jahr würden die Schulden bereits um 6,8 Mrd. Euro auf 22,8 Mrd. Euro abgebaut.

Der Telefónica-Konzern zählt in der hoch verschuldeten Telekombranche zu den finanziell gesünderen Unternehmen, dennoch ist auch seine Schuldenlast gewaltig: Zum 31.12.2001 betrugen die Schulden 29,6 Mrd. Euro. Der Spitzenwert war im Jahr 2000 mit 32,8 Mill. Euro erreicht worden - damals hatte Telefónica unter anderem mehr als 6,6 Mrd. Euro in den Erwerb von UMTS-Lizenzen investiert. Die zeitliche Verzögerung der dritten Mobilfunktechnik will Unternehmenspräsident César Alierta nun weiter zum Sparen nutzen: So sollen Investitionen wie in das italienische UMTS-Konsortium Ipse 2000 bis zum Start der dritten Mobilfunkgeneration eingefroren werden.

Geplant sind zudem Kostensenkungsprogramme und der Verkauf von Immobilien. Um Geld in die Kasse zu bringen, will sich Telefónica auch von nicht-strategischen Beteiligungen trennen. Dazu zählen unter anderem der Anteil von 5% an Pearson Plc sowie die Beteiligungen an dem Satellitenbetreiber Hispasat SA und dem argentinischen Fernsehsender Azul TV. Marktbeobachter schließen auch einen Verkauf der lukrativen niederländischen TV-Produktionsfirma Endemol nicht aus.

An der Börse in Madrid konnten die Spanier nicht von ihrer Ankündigung profitieren: Die Aktie gab um weitere 1,5% nach. Seit Jahresbeginn hat Telefónica mehr als 10% an Wert verloren.

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