Schuldenstand des Bundesligisten liegt wohl bei 150 Millionen Euro
BVB geht juristisch gegen Zeitungen vor

Der börsennotierte Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund wird rechtlich gegen die "Ruhr Nachrichten" und die "Süddeutsche Zeitung" wegen deren Berichterstattung über die Finanzkrise des Clubs vorgehen. Spekulationen über Optionsabsprachen und das Gehalt des Spielers Marcio Amoroso seien aus der Luft gegriffen.

HB DORTMUND. "Wir werden die täglich ausufernden unsachlichen Spekulationen um die Hintergründe der derzeit durchgeführten Kapitalerhöhung nicht länger hinnehmen", erklärte Gerd Niebaum, Vorsitzender der Geschäftsführung der Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA. Der Hamburger Medienanwalt Volker Meinberg sei beauftragt, juristische Schritte gegen die Zeitungen einzuleiten.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte in ihrer heutigen Ausgabe den Anlegerschützer Stefan ten Doornkaat mit Mutmaßungen über angeblich "heimliche Nebenvereinbarungen" mit Neuinvestoren betreffs späterer termin- und preisgebundener Verkaufsoptionen zitiert. Außerdem habe das Blatt über Gehaltsbezüge des früheren BVB-Torjägers Marcio Amoroso von jährlich 8 Millionen Euro berichtet.

Die "Ruhr Nachrichten" zitierten am Mittwoch ebenfalls ten Doornkaat mit folgender Aussage: "Kann es sein, dass der neue Großaktionär Homm sich mit seinem Aktienpaket auch eine Verkaufsoption zu einem bestimmten Preis an einem bestimmten Tag für eben dieses Paket hat zusichern lassen? Und wenn ja: Von wem?" Der Enkel des früheren Versandhauschefs Josef Neckermann hält über eine Fondsgesellschaft nun 11,22 Prozent der BVB-Anteile.

Sowohl die Mutmaßungen von ten Doornkaat als auch die Spekulationen zum Gehalt von Amoroso seien "vollkommen aus der Luft gegriffen", schrieb das Fußball-Unternehmen in einer Mitteilung. Selbstverständlich habe Borussia Dortmund keine geheimen Optionsabreden mit Investoren getroffen. Und die Bezüge von Amoroso hätten niemals auch nur ansatzweise den benannten Betrag erreicht. "Die Spekulationen entbehren jeder Grundlage und sind geeignet, dem BVB erheblichen Schaden zuzufügen", hieß es weiter.

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