Schule für Demonstranten in Utrecht
Wie besetzt man ein Haus?

Umweltschützer und politische Aktivisten können sich in den Niederlanden demnächst professionell für ihren Einsatz auf der Straße ausbilden lassen.

HB/dpa UTRECHT. In Utrecht startet am 7. Dezember die erste "Aktivisten-Schule" des Landes, teilte Schulsprecher Peter Polder am Donnerstag mit. Unterrichtsthemen sind: Wie besetzt man ein Haus, wie schreibt man ein Flugblatt, der Umgang mit Polizei und Medien und was tun nach einer Verhaftung.

Die Schule ist eine Initiative von verschiedenen Umweltschutzorganisationen und politischen Aktionsgruppen, darunter Tierschützer und Globalisierungsgegner. Dozenten seien Demo-Profis. "Wir haben unseren Beruf durch Fehler gelernt", sagte Polder. "Diese Fehler sollen die Neulinge nicht machen." Die Nachfrage sei groß. "Viele junge Leute wollen etwas gegen das zunehmend rechte politische Klima unternehmen, aber wissen nicht was und wie", erklärte Polder. Das können sie nun kostenlos in der Schule in einem besetzten Haus in Utrecht lernen. Nur eins können die Schüler nicht erwarten: Ein staatlich anerkanntes Diplom.

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