Schule in Zelten
Nach dem Erdbeben: Obdachlose kämpfen mit der Kälte

Nach dem Erdbeben in Mittelitalien mit 29 Todesopfern haben die Obdachlosen in der Region Molise mit der Kälte zu kämpfen. Nach einem Temperatursturz sei es in den eilig aufgestellten Zelten empfindlich kalt geworden, berichtete das italienische Fernsehen am Sonntagabend.

HB/dpa SAN GIULIANO DI PUGLIA/ROM. Bei dem Beben am Donnerstag waren 5500 Menschen obdachlos geworden.

Der Schulunterricht in dem am schwersten getroffenen Dorf San Giuliano di Puglia findet vorerst in Zelten statt. Der Zivilschutz wollte dazu noch an diesem Montag Schulbänke in den Ort bringen. Ministerpräsident Silvio Berlusconi versprach, für die Odbachlosen sollten innerhalb von zwei Jahren neue Wohnungen gebaut werden.

26 Kinder waren unter den Trümmern der Dorfschule ums Leben gekommen. Nach einer bewegenden Totenmesse trug die Bevölkerung die 26 weißen Kindersärge am Sonntag zu Grabe.

Unterdessen gehen die Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung weiter. Die Staatsanwalt vermutet, dass das Schulgebäude nicht erbebensicher gebaut war. Vor allem ein vor einem Jahr angebrachter Aufbau auf dem Dach könnte die Sicherheit beeinträchtigt haben. Bei dem Beben am Donnerstag war das Betondach auf die Kinder gestürzt und hatte viele bei lebendigem Leib begraben.

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