Schulen und Flughäfen geschlossen
Unwetter und Schnee in Südeuropa

Heftige Schneefälle haben am Montag das öffentliche Leben im Norden und Nordwesten Griechenlands und Teile der Türkei lahm gelegt.

rtr/dpa ATHEN/ISTANBUL. Nach zwei Tagen anhaltendem Schneefall bei Temperaturen von Minus zehn Grad Celsius wurden Flughäfen und Schulen geschlossen. Schiffe konnten die Häfen nicht verlassen und Schnellstraßen wurden gesperrt. In der südgriechischen Stadt Patras wurden seit Sonntag zwei Menschen vermisst, nachdem sie in einen durch die Niederschläge angeschwollenen Fluss gefallen waren. Die Behörden verhängten den Ausnahmezustand über die Region. Meteorologen erwarteten eine Wetterbesserung ab Dienstagabend.

Auch in der Türkei sind bei Unwettern und Frost fünf Menschen ums Leben gekommen; zwei von ihnen erfroren im Nordwesten des Landes. Nach heftigen Schneefällen blieben am Montag vielerorts die Schulen geschlossen, so auch in der Millionenstadt Istanbul. Wie türkischen Zeitungen am Montag berichteten, erfror ein illegaler Zuwanderer aus Afghanistan in einer Kohlenmine, in die er sich mit sieben Landsleuten geflüchtet hatte. Ein 60-jähriger Türke erfror in der Provinz Canakkale südlich des Marmarameeres.

In der seit Tagen von Überschwemmungen heimgesuchten südtürkischen Provinz Mersin ertranken zwei zehnjährige Kinder, nachdem sie in reißende Bäche gefallen waren. Ein 26-jähriger Mann wurde von einer einstürzenden Hauswand erschlagen.

Im Schwarzen Meer, 40 Seemeilen vor der Einfahrt in den Bosporus, sank am Sonntagnachmittag ein Frachter, der mit Eisen aus Rumänien auf dem Weg nach Algerien war. Die 18 Mann starke Besatzung wurde bis auf einen gerettet. Der Matrose war während der Rettungsaktion ins Meer gefallen und nicht wieder aufgetaucht. Ein Sturm hatte am Wochenende auch im Mittelmeer gewütet. Ein Frachter sank in der Ägäis.

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