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Schulminister stehen hinter Rechtschreibreform

dpa BONN. Trotz der kontroversen Diskussion um die Rechtschreibreform wollen die für die Schulen zuständigen Länderminister an ihrem Beschluss festhalten, die Reform zum 1. August 2005 verbindlich einzuführen. Eine Ausnahme bildeten lediglich das Saarland und Niedersachsen.

dpa BONN. Trotz der kontroversen Diskussion um die Rechtschreibreform wollen die für die Schulen zuständigen Länderminister an ihrem Beschluss festhalten, die Reform zum 1. August 2005 verbindlich einzuführen. Eine Ausnahme bildeten lediglich das Saarland und Niedersachsen.

Dieses Meinungsbild habe sich bei einer telefonischen Schaltkonferenz ergeben, sagte der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz (KMK), Erich Thies, am Mittwoch in Bonn. Auf der KMK-Sitzung im Oktober werden die Minister erneut über das Thema abstimmen. Eine Änderung des Beschlusses von Anfang Juni ist nur einstimmig möglich.

Unterdessen könnte die Diskussion um eine Rücknahme der neuen Rechtschreibregeln möglicherweise den Bundestag beschäftigen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Friedbert Pflüger verlangte in der "Bild"-Zeitung eine Parlamentsdebatte über die Rückkehr zur traditionellen Schreibweise.

Pflüger sagte der Zeitung: "Es geht um die deutsche Sprache. Das kann nicht nur Sache der Länder sein." Unterdessen will die FDP-Spitze ihren Einfluss in den von den Liberalen mitregierten Bundesländern Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Niedersachsen geltend machen, um die neuen Regeln zu kippen.

FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt sagte: "Jetzt ist es noch möglich, die Reform zu stoppen, diese Chance sollte genutzt werden."

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