Schulte verteidigt Einigung
Henkel kritisiert Rentenreform

Die Pläne seien nicht mehr als "Stückwert", so der scheidende Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie gegenüber den Medien.

vwd/ap BERLIN. Der scheidende Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, hat die Rentenreformpläne der Bundesregierung als "Stückwerk" kritisiert. Der Berliner Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe) sagte er, die Regierung sei den Gewerkschaften zu weit entgegengekommen. "Es ist deprimierend zu sehen, wie der Bundeskanzler dieses Thema mit einer Gruppe beackert, die nur einen kleinen Ausschnitt der Gesellschaft repräsentiert. Die Gewerkschaften vertreten nur rund sieben Millionen Arbeitnehmer, bestimmen aber eine Reform, die 80 Millionen Menschen betrifft", sagte Henkel.



Schnelle Korrekturen sind nötig

Das Einschwenken auf die Forderungen der Gewerkschaften wertete type="person" value="Henkel, Hans-Olaf">Henkel als Beweis dafür, "dass sich die Bundesregierung entschlossen hat, mit den Gewerkschaften in die nächsten Wahlkämpfe zu marschieren". Der BDI-Präsident ist der Auffassung, dass bei Umsetzung der gegenwärtigen Reformpläne schon bald weitere Korrekturen bei der Altersvorsorge nötig sein werden. Zuvor hatte Henkel die Herausnahme der Reform des Betriebsverfassungsgesetzes aus den Gesprächen über das Bündnis für Arbeit kritisiert.

Unterdessen verteidigte DGB-Vorsitzender Dieter Schulte das Vorgehen der Bundesregierung, die Rentengespräche in Hannover ohne Beteiligung der Arbeitgeber zu führen. Wenn Arbeitgeber mit am Tisch gesessen hätten, wären Regierung und Gewerkschaft nicht so weit, wie sie heute seien, sagte Schulte am Dienstagmorgen im InfoRadio Berlin-Brandenburg. Zudem seien die Arbeitgeber wie andere Verbände bereits zur Rente gehört worden. Die Aussichten auf Änderungen des Rentenkonzepts im Sinne der Arbeitgeber schätzte Schulte gering ein: "ich glaube kaum, dass sich da noch was tun wird".



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