Schulte will nicht mehr kandidieren - Verdi-Chef als Nachfolger?
DGB-Vorstand stellt Kandidaten für Schulte-Nachfolge auf

Der Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) will sich an diesem Dienstag auf einen Kandidaten für die Nachfolge ihres Vorsitzenden Dieter Schulte festlegen.

dpa BERLIN. Es wird erwartet, dass die Gewerkschaftsspitze ver.di-Vize Michael Sommer (50) für die Wahl Ende Mai verschlagen wird.

Der gelernte Politologe Sommer war vor seinem Stellvertreteramt bei ver.di Vize der Deutschen Postgewerkschaft (DPG), die 2001 in der Dienstleistungsgewerkschaft aufging. Mitarbeiter beschreiben den in Berlin aufgewachsenen Gewerkschafter als durchsetzungsstarken und strategisch denkenden Funktionär mit «Berliner Schnauze».

Der 62 Jahre alte DGB-Chef Schulte wird beim Bundeskongress im Mai in Berlin nicht wieder für das Spitzenamt kandieren. Eine Findungskommission unter Leitung des dienstältesten Gewerkschaftsvorsitzenden Franz-Josef Möllenberg von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sollte bis zu dieser Vorstandssitzung einen Kandidaten vorschlagen. Vor allem die IG Metall hegte Vorbehalte gegen Sommer, weil damit kein Industriegewerkschafter mehr im fünfköpfigen geschäftsführenden DGB-Vorstand vertreten wäre.

Allerdings wird nun auch Günter Dickhausen, im DGB-Vorstand für Personal zuständig, auf eine neuerliche Kandidatur verzichten. Damit wird ein Platz frei und ein Industriegewerkschafter könnte nachrücken. Der DGB ist der Dachverband von heute noch acht Einzelgewerkschaften, die Ende 2000 knapp 7,8 Millionen Mitglieder zählten.

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