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Schumacher freut sich auf „große rote Party“

Seine neue Mütze mit den sieben Sternen für die sieben WM-Titel darf Michael Schumacher im Fahrerlager von Monza auf Befehl von Bernie Ecclestone nicht tragen. Trotzdem blickt der Rekord-Weltmeister voller Vorfreude auf das 15. Saison-Rennen in Monza.

dpa HAMBURG. Seine neue Mütze mit den sieben Sternen für die sieben WM-Titel darf Michael Schumacher im Fahrerlager von Monza auf Befehl von Bernie Ecclestone nicht tragen. Trotzdem blickt der Rekord-Weltmeister voller Vorfreude auf das 15. Saison-Rennen in Monza.

"Etwas Besseres als das, was uns dieses Wochenende erwartet, kann es doch fast nicht geben: der Große Preis von Italien steht an, unser Heimrennen, und wir haben beide WM-Titel schon in der Tasche. Da kann es eigentlich nur noch um eines gehen, nämlich eine große rote Party."

Jedoch macht Formel-1-Chef Ecclestone den Spielverderber. "Für mich ist Michael noch nicht Weltmeister. Das ist er erst, wenn er am Saisonende von der Fia dazu ernannt wird", sagte der Brite der "Sport Bild" und verbot nach Angaben des Magazins "Schumi" das Tragen des neuen WM-Käppis in seinem Herrschaftsbereich. Vor dem Großen Preis von Italien erinnerte sich "Big Bernie" an die Saison 1997, als der Meisterpilot nach einer unfairen Attacke gegen den Kanadier Jacques Villeneuve nicht nur den WM-Titel sondern auch alle WM-Punkte verlor. "Theoretisch kann die Fia Michael Schumacher wie auch jedem anderen Team und Fahrer noch wegen Vorfällen Punkte abziehen oder ganz disqualifizieren", sagte Ecclestone.

Unterdessen hat Schumacher seinen schlimmen Unfall nach einem Reifenschaden bei Tempo 345 km/h auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza verdrängt. "Dass ich beim Testen dort diesen Unfall hatte, ist für mich komplett abgehakt. Denn Rennsport bringt nun mal Gefahren mit sich, die sind aber zum Glück nicht immer kritisch", erklärte der Ferrari-Pilot auf seiner Homepage. Vor den 53 Runden über die Renndistanz von 306,720 Kilometern im Königlichen Park von Monza stellte der 35-Jährige fest: "Ich komme nicht ins Grübeln."

Während sein Bruder Ralf im Williams-BMW nach seinem Horror-Crash in Indianapolis am 20. Juni aus versicherungsrechtlichen Gründen noch pausieren muss, ist Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen im Silberpfeil nach seinem Sieg in Spa-Francorchamps auf den Geschmack gekommen. "Michael ist nicht unschlagbar, aber um vor seinem Ferrari zu landen, brauche ich einen Super-Mclaren." Zu gerne würde der Finne Michael Schumacher die Feier verderben.

Hinter Schumacher (128 WM-Punkte) geht es um die Plätze. Im Kampf um die Vize-Weltmeisterschaft hat Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello (Brasilien/88) die besten Karten. Der Brite Jenson Button (BAR-Honda/65) sowie die Renault-Piloten Jarno Trulli (Italien/46) und Fernando Alonso (Spanien/45) und auch Juan-Pablo Montoya (Kolumbien/38) im Williams-BMW-Williams haben noch theoretische Möglichkeiten. Im Kampf um Platz zwei in der Marken-WM hinter Ferrari (216) wird es zu einem Duell zwischen Renault (91) und BAR-Honda (83) kommen. BMW-Williams (54) und Mclaren-Mercedes (49) dürften zu weit zurück liegen.

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