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Schumacher ist vom Saisonverlauf überraschtDPA-Datum: 2004-06-28 13:42:07

Stuttgart (dpa) - Seriensieger Michael Schumacher hat vor dem Großen Preis von Frankreich eine positive Halbzeit-Bilanz gezogen.

Stuttgart (dpa) - Seriensieger Michael Schumacher hat vor dem Großen Preis von Frankreich eine positive Halbzeit-Bilanz gezogen.

«Nie im Traum hätte ich mit einem solchen Saisonverlauf gerechnet», teilte der sechsmalige Formel-1-Weltmeister auf seiner Internet-Homepage (www.michael-schumacher.de) nach 9 von 18 Rennen mit. «Ganz im Gegenteil, ich hatte auf heftigen Gegenwind und eine sehr enge Saison gesetzt.»

Schumacher hat acht Grand Prix gewonnen und führt die WM-Wertung mit 80 Punkten souverän vor seinem brasilianischen Ferrari - Teamkollegen Rubens Barrichello (62) an. Der Brite Jenson Button (44) liegt als Dritter bereits 36 Punkte und damit quasi chancenlos im Titelrennen zurück. In Frankreich hat der 35 Jahre alten Kerpener gute Chancen, seinen Vorsprung auszubauen. In Magny-Cours gewann er schon sechs Mal.

Schumacher stellte klar, dass Ferrari bei der Präsentation des F2004 in Maranello vor dem Saisonstart nicht geblufft habe. Das Team sei «wirklich» davon ausgegangen, dass es eine hart umkämpfte Titelverteidigung werde. «Wir hatten die Daten und die Eindrücke von den Wintertests als Basis, und nichts sprach in diesen Tagen dafür, dass Ferrari eine solche Saison hinlegen könnte», versicherte er. Erst kurz vor Saisonbeginn habe das Team zu ahnen begonnen, wie sich das Kräfteverhältnis entwickeln könnte. «Aber dass es bis zum heutigen Tag so eindeutig aussieht, das haben wir zum Teil auch unseren Konkurrenten zu verdanken», wies Schumacher auf das relativ schwache Abschneiden der anderen Teams hin.

Trotz des beruhigenden Vorsprungs warnte Schumacher vor Überheblichkeit: «Es sieht vielleicht auf den ersten Blick gut aus. Aber in der Formel 1 kann alles passieren. Wir haben noch neun Rennen vor uns, da ist noch lange nichts entschieden.» Der Titelverteidiger rechnet damit, dass BAR-Honda auch in der zweiten Saisonhälfte «der gefährlichste Gegner bleibt, denn sie sehen auf allen Kurs-Typen gut aus». Renault und Williams-BMW dürfe man jedoch nicht unterschätzen. Zudem müsse abgewartet werden, was McLaren-Mercedes mit dem neuen Silberpfeil gelinge. Der MP 4-19B feiert nach guten Testfahrten möglicherweise in Magny-Cours seine Grand-Prix-Premiere.

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