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Schumacher-Lob für Kronprinz Alonso

Fernando Alonso gilt als einer der Kronprinzen und potenziellen Nachfolger bei Ferrari von Michael Schumacher. Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister selbst hält große Stücke auf ihn.

dpa BUDAPEST. Fernando Alonso gilt als einer der Kronprinzen und potenziellen Nachfolger bei Ferrari von Michael Schumacher. Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister selbst hält große Stücke auf ihn.

"Fernando ist ein sehr guter Fahrer", lobte er den Renault-Rivalen. Beim Großen Preis von Ungarn stuft Schumacher den Spanier sogar als seinen schärfsten Konkurrenten ein. Nicht von ungefähr: Im Vorjahr trumpfte Alonso in Budapest groß auf. Mit seinem souveränen Sieg ging das damals 22 Jahre und 26 Tage alte Talent als jüngster Grand-Prix- Gewinner in die Geschichte ein und überrundete dabei sogar Schumacher.

"Ich denke, wir können wieder eine ähnlich gute Leistung abliefern", sagte Alonso. "Allerdings glaube ich nicht, dass Michael hier wieder nur Achter und überrundet wird. In diesem Jahr ist es äußerst schwierig, ihn zu schlagen." Gelungen ist das bislang nur seinem Teamkollegen Jarno Trulli in Monaco, wo der in Führung liegende Schumacher nach einer Kollision mit Juan Pablo Montoya ausgeschieden war.

Alonso will das Kunststück aus dem Vorjahr wiederholen, ohne dabei von einem Missgeschick des Ferrari-Stars zu profitieren. "Der Hungaroring zählt zu meinen Lieblingsstrecken", wies er darauf hin, dass er den nach Monte Carlo zweitlangsamsten Kurs im WM-Kalender nicht nur wegen seines dortigen Sieges besonders schätzt. Die Charakteristik der 4,381 km langen Berg-und-Tal-Strecke kommt Renault und Alonsos Fahrstil entgegen. Selbst Schumacher schiebt dem Spanier die Favoritenrolle zu und befürchtet, in Budapest "vielleicht nicht siegfähig" zu sein. "Renault hat hier die größten Chancen" wegen seiner Vorteile bei Bremsen und Traktion.

Ob Alonso, wie seit längerem spekuliert wird, einmal Schumachers Nachfolger oder sogar sein Teamkollege werden könnte, ist ungewiss. "Ich weiß nicht, das liegt nicht in meiner Hand", sagte der Kerpener. Alonso grinste bei der Frage, ob er vielleicht schon 2006 zu den Roten wechseln werde, breit und meinte: "Es sieht nicht so aus, als ob Michael aufhören will. Für mich ist Ferrari derzeit kein Thema; ich mache mir darüber keine Gedanken." Zudem stehe er bei Renault noch zwei Jahre unter Vertrag.

Nach seinem viel versprechenden Formel-1-Lehrjahr bei Minardi 2001 verpflichtete ihn Renault-Teamchef Flavio Briatore zunächst als Testpiloten und gab ihm dann 2003 ein Stamm-Cockpit. Alonso fühlt sich deshalb der "equipe jaune" sehr verbunden und verpflichtet. "Renault ist für mich etwas Besonderes. Hier bin ich glücklich." Zudem gilt Renault als der Rennstall, der Schumacher und Ferrari am ehesten auf die Pelle rücken kann. In der Konstrukteurs-WM liegen die Franzosen auf dem zweiten Platz. "Den wollen wir unbedingt verteidigen", gab Alonso als ein Saisonziel an. "Ich denke, da kann uns nur noch BAR-Honda gefährlich werden."

Er selbst will in der Fahrer-Wertung noch einen Sprung nach vorne machen. Platz fünf mit 39 Punkten noch hinter Trulli erfüllt nicht seine hohen Erwartungen. "Ohne meine diversen Probleme hätte ich doppelt so viele Punkte. Ich hätte in jedem Rennen, das ich beendet habe, auf dem Podium landen können." So reichte es in zwölf Grand Prix nur zu drei Podestplätzen. Dennoch spricht der 23-Jährige von seiner besten Saison: "Es läuft viel besser als im Vorjahr. Ich fahre aggressiver und bin stärker im Qualifying."

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