Schumacher macht Karriere-Ende von seiner Konkurrenzfähigkeit abhängig
Michael Schumacher ist noch voll motiviert

Michael Schumacher bleibt der Formel 1 noch einige Jahre als Fahrer erhalten, das gab er am Sonntag in der RTL- Sendung "Menschen, Bilder, Emotionen 2003" bekannt. "Mir macht es noch so viel Spaß", sagte der sechsmalige Champion. Er habe das Gefühl, dass er vom Alter und vom Kopf her "noch gut mithalten kann und da auch noch einige schöne Jahre vor mir habe". Er fühle sich im Kopf "wesentlich jünger" als 34.

HB MÜNCHEN. Der Ferrari-Star hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass der Zeitpunkt für ein Karriere-Ende offen ist. Schumacher will dies auch von seiner persönlichen Form und seiner Konkurrenzfähigkeit abhängig machen. "Wenn jemand kommt, der bei mir im Team ist und mir die Butter vom Brot nimmt, und ich einfach nicht mehr schnell genug bin", dann sei der Zeitpunkt gekommen. Denn dann müsse man sehr viel Risiko eingehen, "mehr, als vernünftig wäre".

Der erfolgreichste Pilot der Formel-1-Geschichte feiert am 3. Januar seinen 35. Geburtstag. Sein aktueller Kontrakt mit Ferrari läuft bis 2006. Schumacher bespricht sich vor Vertragsverlängerungen immer mit seiner Frau Corinna. Wenn seine Familie unter seinem Beruf leiden würde, würde er nach eigenen Angaben ihr zuliebe aufhören. Doch der Ferrari-Job lasse ihm genügend Zeit für die Familie.

"Man muss dem Team ein Riesenkompliment machen. Es lässt uns wirklich die Möglichkeit, nach dem Rennen die Zeit mit der Familie zu verbringen und auch zwischen den Testfahrten immer wieder Ruhe zu haben." Wenn da nicht der Fall wäre, würde er "ganz klar nein" sagen. "Wir haben Kinder in die Welt gesetzt, weil wir auch beide davon etwas haben möchten. Wenn ich die ganze Zeit nur unterwegs wäre, wäre das nicht Sinn der Sache", so Schumacher.

Angesprochen auf den Fall des erkrankten Fußball-Profis Sebastian Deisler äußerte Schumacher Verständnis dafür, dass Spitzensportler unter dem Rummel um ihre Person leiden. Er könne nachvollziehen, dass jemand mit dem Druck von Medien und dem großen Interesse der Zuschauer nicht zurechtkomme. Für ihn sei es damals wichtig gewesen, "den Lebensmittelpunkt dahin zu verlegen, wo wir dem ausweichen und ein bisschen Abstand gewinnen können". Dies sei in der Schweiz, wo er mit seiner Familie lebt, sehr gut gelungen. "Wenn das nicht der Fall wäre, wenn wir immer wieder irgendwo unter Beobachtung wären, dann kann es schwierig werden."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%