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Schumacher will mit 40 in die Rennfahrer-Rente

Monte Carlo (dpa) - Spätestens in fünf Jahren will Michael Schumacher in Formel-1-Rente gehen. «Über 40 fahre ich nicht mehr. Und ich hoffe, dass ich diesmal Wort halte», kündigte der 35 Jahre alte Ferrari-Pilot in einem Interview mit der «Gazzetta dello Sport» schmunzelnd an.

1992, beim ersten Gespräch mit den Reportern der italienischen Sporttageszeitung wollte der Kerpener noch als 35-Jähriger seinen Helm an den Nagel hängen. «Ich muss aufpassen, was ich sage, um nicht hinterher als Dummkopf dazustehen. Tatsache ist, dass man sich verändert», sagte Schumacher, ehe er seine «neue Erklärung» abgab, die Raum für viele Spekulationen lässt.

Noch bis 2006 läuft der Vertrag des Multimillionärs mit dem Ferrari-Rennstall - eine Verlängerung ist nun nicht mehr ausgeschlossen. Während Schumachers Bruder Ralf noch immer nicht weiß, bei welchem Team er in der nächsten Saison fahren wird, fürchtet der sechsmalige Weltmeister schon lange keine Gegner mehr: «Oft fahre ich gegen mich selbst auf der Suche nach der Perfektion», sagte er. Die neuen Vorschläge, den Rennkalender auf 20 Grand Prixs auszuweiten, kommen ihm da gerade recht: «Weniger Tests und mehr Rennen würden mir gefallen.»

Dabei hatte sich Schumacher zusammen mit Ferrari-Teamchef Jean Todt schon Gedanken über die Zeit nach der Rennfahrer-Karriere gemacht: «Unter Freunden ist es schön, gemeinsame Pläne zu machen. Es würde mir Spaß machen, mit ihm in irgendeiner Weise weiterzuarbeiten. Aber: Es ist noch zu früh, über konkrete Pläne zu sprechen.»

Für «Hobby-Kicker» Schumacher begann das Spektakel im Fürstentum mit einer Niederlage auf dem Fußball-Platz. Im «Stade Louis II» von Monte Carlo verlor die von Schumacher angeführte Piloten-Auswahl gegen das Star-Team von Prinz Albert mit 3:4. Mit dick bandagiertem rechtem Oberschenkel gelang Schumacher zwar ein Traumtor, doch vor allem AS-Monaco-Tainer Didier Deschamps bremste das Schumacher-Team aus. «Man kann nicht immer gewinnen», fand der Formel-1-Weltmeister.

Beim Großen Preis von Monaco soll das wieder anders werden. «Mit unserem Auto sollten wir dort wirklich Spaß haben. Ich freue mich richtig darauf», stellte der Seriensieger auf seiner Homepage (www.Michael-Schumacher.de) fest. Mit seinem sechsten Erfolg im sechsten Rennen würde Schumacher den WM-Startrekord des Briten Nigel Mansell aus dem Jahr 1992 übertreffen und mit dem Brasilianer Ayrton Senna gleichziehen, der bislang als einziger Fahrer den Klassiker in Monaco sechs Mal gewonnen hat.

Derweil macht sich Ralf Schumacher keine großen Hoffnungen: «Realistisch betrachtet, sind wir in Monaco aus eigener Kraft nicht siegfähig. Das Team legt zwar 24-Stunden-Schichten ein, doch es wird noch dauern, bis wir wieder an der Spitze dran sind», sagte er auf seiner Homepage (www.Ralf-Schumacher.de). Über seinen Abschied bei Williams-BMW und einen Wechsel zu Toyota wird weiter spekuliert.

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