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Schumacher winken in Monaco neue Bestmarken

Monaco (dpa) - Rekord-Rekordsammler Michael Schumacher will seine einmalige Erfolgsbilanz beim Glamour-Grand-Prix in Monte Carlo um zwei weitere Bestmarken verbessern.

Mit einem Sieg kann der sechsmalige Formel-1-Weltmeister mit «Monaco-König» Ayrton Senna gleichziehen, der sechs Mal im Fürstentum triumphiert hat. Zudem wäre der Ferrari-Star dann der einzige, der die ersten sechs Rennen einer Saison gewonnen hat. «Ich war in Monaco schon immer besonders motiviert», erklärte Schumacher, dass ihn diese Herausforderung neben der außergewöhnlichen fahrerischen Beanspruchung durch die engen Häuserschluchten besonders reizt.

«Das Rennen in Monte Carlo ist nun mal alles andere als normal, es ist ein Klassiker - aber einer, der es in sich hat», teilte Schumacher auf seiner Internet-Homepage mit. Deshalb sei die Vorfreude noch ein bisschen größer als bei anderen Grand Prix. «Mit unserem Auto sollten wir dort wirklich Spaß haben. Ich freu mich richtig darauf.»

Das Schicki-Micki-Rennen im Steuerparadies an der Cote d'Azur, in dem Schumacher wie sein Bruder Ralf und viele andere Piloten lange lebte, zählt für den heutigen Wahl-Schweizer zu den «Highlights der Saison». Damit es aber auch ein persönlicher Höhepunkt wird, will der 75-malige Grand-Prix-Sieger «natürlich gewinnen». Zuletzt verpasste er als Zweiter (2002) bzw. Dritter (2003) jeweils knapp geschlagen seinen sechsten Sieg auf dem 3,340 km langen, letzten echten Stadtkurs der Königsklasse. Für diese Niederlagen will sich der Rheinländer, der die meisten Rekorde in der 55-jährigen Grand-Prix-Geschichte hält, rehabilitieren.

Viel stärker unter Rehabilitationsdruck als der souveräne WM-Spitzenreiter stehen allerdings seine silbernen und weiß-blauen Widersacher. Große Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden wie in den Vorjahren - 2002 gewann McLaren-Mercedes-Mann David Coulthard, 2003 Juan Pablo Montoya im Williams-BMW - können sich die beiden, ihren eigenen hoch gesteckten Zielen weit hinterher fahrenden britisch-deutschen Teams indes nicht machen. «Gerne würde ich an ein kleines Wunder im Fürstentum glauben», sagte Ralf Schumacher, der hier im Vorjahr die Pole Position geholt hatte. «Aber realistisch betrachtet, sind wir in Monaco aus eigener Kraft nicht siegfähig.»

Williams-BMW war 2003 nach einem enttäuschenden Saisonstart beim Großen Preis von Monaco die Wende geglückt. In einer beeindruckenden Aufholjagd hätte der Rennstall beinahe noch den WM-Titel geschafft. «Von solchen Zielen sind wir momentan allerdings leider sehr weit entfernt», rechnet Ralf Schumacher nicht mit einer Wiederholung. Montoya sieht für sich so gut wie keine Siegchance. «In diesem Jahr wird es von unserem Auto abhängen, ob wir mit der Konkurrenz mithalten können», sagte der Kolumbianer. Dies gilt auch für das derzeit hoffnungslos abgeschlagene Silberpfeil-Duo Kimi Räikkönen und Coulthard, das zusammen gerade mal auf fünf Punkte kommt.

Michael Schumacher führt dagegen nach seinen fünf Siegen die WM-Wertung mit dem Maximum von 50 Punkten souverän vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello (32) an. Die Saisonüberraschung Jenson Button ist mit dem BAR-Honda Dritter (24) vor dem gleichauf liegenden Renault-Duo Fernando Alonso und Jarno Trulli (je 21).

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