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Schumacher winkt in Silverstone 80. SiegDPA-Datum: 2004-07-08 14:30:46

Silverstone (dpa) - Ausgerechnet in Silverstone winkt Michael Schumacher der 80. Karriere-Sieg in der Formel 1. Dort, wo er vor fünf Jahren schwer verunglückt war, kann der sechsmalige Weltmeister einen Erfolg der besonderen Art feiern.

Silverstone (dpa) - Ausgerechnet in Silverstone winkt Michael Schumacher der 80. Karriere-Sieg in der Formel 1. Dort, wo er vor fünf Jahren schwer verunglückt war, kann der sechsmalige Weltmeister einen Erfolg der besonderen Art feiern.

Zum 100. Mal in seinem 14. Formel-1-Jahr könnte der «Nimmersatt» auf dem 5,141 km langen Kurs von Silverstone die 60 Runden aus der ersten Startreihe in Angriff nehmen. Schumacher hat im Laufe der Zeit mehr Siege (79) als Platzierungen in den Punkterängen (76) eingefahren. «Der liebe Gott hat Michael zur Welt kommen lassen, um Autorennen zu fahren», glaubt sein Manager Willi Weber.

Beim vergangenen Rennen in Frankreich raste der souveräne WM-Spitzenreiter (90 Punkte) mit einer Vier-Stopp-Strategie zum Sieg. «Ich glaube, wir sind in der Lage, unseren Enthusiasmus aus Magny-Cours nach Silverstone mitzubringen», stellte er auf seiner Homepage fest. «Es macht großen Spaß dort zu fahren, gerade weil die Strecke einen von der Abstimmung her vor eine große Aufgabe stellt.»

Beim Großen Preis von Großbritannien steuert der WM-Spitzenreiter den zehnten Sieg im elften Rennen des Jahres an. Momentan fehlen dem 35-Jährigen noch 13 Formel-1-Erfolge, dann hätte er genauso viele Siege geschafft wie die in der ewigen Bestenliste auf den Rängen zwei und drei platzierten Alain Prost (51) und Ayrton Senna (41) zusammen. «Mit unserem Auto jedenfalls wird es ein Vergnügen sein, die Strecke in Silverstone zu bewältigen», meinte der Ferrari-Star schon im Vorfeld optimistisch.

«Jeder Sport braucht einen Superstar, und Michael ist unserer. Jeder versucht, gerade ihn zu schlagen. Das ist für die Formel 1 wunderbare Werbung», glaubt Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Doch in diesem Jahr ist das nahezu unmöglich - Schumacher stand nur in Monte Carlo nicht ganz oben auf dem Podest, weil er vom Kolumbianer Juan Pablo Montoya unsanft von der Strecke befördert worden war. «Michael ist in der Lage, sich permanent zu motivieren und immer besser zu werden», erklärt Ex-Weltmeister Niki Lauda das Phänomen. «Er hat sich alles hart erarbeitet und erkämpft», lobt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: «Aktuell ist er wahrscheinlich besser denn je.»

«Ich habe nie einen Fahrer wie diesen gesehen und glaube nicht, dass jemals jemand seine Leistungen wiederholen wird», ahnt Eddie Jordan, der Schumacher 1991 in Spa den Einstieg in die Formel 1 ermöglicht hat. Bei einem Rückstand von 22 Punkten kann eigentlich nur noch Teamkollege Rubens Barrichello (Brasilien) dem Rekord-Weltmeister den siebten Titel streitig machen. Der Brite Jenson Button im BAR-Honda dürfte als Dritter mit 48 Punkten ebenso schon zu weit zurückliegen wie der Italiener Jarno Trulli (46) im Renault.

Nach der gelungenen Premiere des neuen MP4-19B hofft McLaren-Mercedes beim Heimrennen auf einen weiteren Aufwärtstrend. Und bei Williams-BMW will Ralf-Schumacher-Ersatz Marc Gene (Spanien) Werbung in eigener Sache machen. Schließlich sind nach den feststehenden Wechseln des verletzungsbedingt in Silverstone pausierenden Ralf Schumacher zu Toyota und dessen Teamkollegen Montoya beim zweiten deutsch-britischen Team noch zwei Fahrerplätze für 2005 frei.

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