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Schumacher wünscht sich in Ungarn den Sieg

dpa BUDAPEST. Einen WM-Titel, einen weiteren Weltrekord und Wiedergutmachung für die Vorjahres-Schmach: Diese drei Wünsche will sich Michael Schumacher beim Großen Preis von Ungarn erfüllen.

dpa BUDAPEST. Einen WM-Titel, einen weiteren Weltrekord und Wiedergutmachung für die Vorjahres-Schmach: Diese drei Wünsche will sich Michael Schumacher beim Großen Preis von Ungarn erfüllen.

Hoch motiviert und topfit nach der kurzen Sommerpause kündigte der sechsmalige Formel-1-Weltmeister an, er strebe in Budapest die Fortsetzung seiner beeindruckende Erfolgsserie an: "Ich werde wieder alles dafür tun, um um den Sieg kämpfen zu können." Allerdings geht Schumacher davon aus, dass Renault, BAR-Honda und Mclaren-Mercedes auf dem relativ langsamen, aber technisch anspruchsvollen Hungaroring "stark sein werden".

Im August vergangenen Jahres kassierte der Kerpener eine regelrechte Klatsche in der Puszta: Mit einer Runde Rückstand hinter dem überraschend triumphierenden spanischen Jung-Spund Fernando Alonso und sechs weiteren Michelin-Konkurrenten belegte der Ferrari-Star nur den achten Platz. Diese Scharte möchte Schumacher mit seinem zwölften Sieg im 13. Rennen auswetzen und damit zugleich seinen Weltrekord aus seinem Traumjahr 2002 mit elf Erfolgen übertreffen.

Dagegen fällt Schumacher die WM-Krone in der Konstrukteurswertung mit Ferrari quasi in den Schoß: Der Rheinländer und sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello können es sich angesichts von zusammen 99 Punkten Vorsprung auf Renault sogar leisten, neun Punkte weniger als das Duo Alonso/Jarno Trulli zu holen. Selbst eine solche Niederlage würde der roten Scuderia reichen, um den Markentitel schon fünf Rennen vor Saisonschluss zum sechsten Mal in Serie zu holen.

Schumacher zerbricht sich darüber nicht den Kopf. "Wie vor Hockenheim sehe ich das relativ entspannt. Ich bin einfach der Meinung, dass uns dieser Titel 2004 nicht mehr zu nehmen ist und früher oder später offiziell werden wird", teilte er auf seiner Internetseite mit.

Eben so locker geht der souveräne WM-Spitzenreiter in den Ungarn-Grand-Prix, den er bereits drei Mal gewonnen hat (1994, 1998, 2001). Mit einem weiteren Erfolg könnte Schumacher (110 Punkte) zudem seinen Vorsprung von 36 Punkten auf Barrichello (74) weiter ausbauen. Für den hoffnungslos abgeschlagenen Gesamtdritten Jenson Button, der mit seinem spektakulären Wechsel 2005 von BAR-Honda zu Williams-BMW für viel Wirbel gesorgt hat, dürfte nach Budapest das Titelrennen gelaufen sein. Der Brite müsste gewinnen und der Deutsche zugleich verlieren, um seine minimale WM-Chance wahren zu können.

Eine Siegchance räumt Schumacher Button und anderen Rivalen auf der 4,381 Kilometer langen, nach Monaco langsamsten Strecke im Grand-Prix-Kalender jedenfalls ein: "Meiner Meinung nach werden Renault, BAR-Honda und auch Mclaren-Mercedes dort gut auftrumpfen können, aber unser Auto ist ja bekanntermaßen ebenfalls nicht von schlechten Eltern."

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