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Schumacher zeigt sich entspannt seinen Fans

Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat sich beim ersten öffentlichen Auftritt nach seinem Horror-Crash in Monza gut erholt gezeigt und freut sich schon auf den Großen Preis von Italien.

dpa NÜRBURGRING. Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat sich beim ersten öffentlichen Auftritt nach seinem Horror-Crash in Monza gut erholt gezeigt und freut sich schon auf den Großen Preis von Italien.

"Unkraut vergeht nicht", scherzte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister bei den "Ferrari-Days" auf dem Nürburgring vor 50 000 Fans. Drei Tage nach dem Trainingsunfall wegen eines Reifenschadens bei Tempo 345 km/h gab der Kerpener allerdings zu: "Ich habe viel Glück gehabt im Verhältnis zu dem, was passiert ist."

Der Unfall ist abgehakt, "Schumi" richtete den Blick auf den Großen Preis von Italien, der in Monza auf der Unfall-Piste gestartet wird. "Es ist eine schöne Zusammenstellung, mit unseren Fans den Gewinn der Konstrukteurs- und der Fahrer-Weltmeisterschaft zu feiern", betonte der Ferrari-Pilot, der sich lässig in Jeans und weißem Hemd präsentierte und mit einigen Kunden des italienischen Automobil-Herstellers Demonstrationsfahrten machte. "Ich freue mich auf das Heimrennen", meinte der 35 Jahre alte Starpilot.

Siegessicher gab er sich jedoch nicht. Ferrari sei zwar gut dabei, die Konkurrenz habe jedoch aufgeholt - allen voran Mclaren-Mercedes, sagte Schumacher. Das britisch-schwäbische Team hatte zuletzt in Spa-Francorchamps durch Kimi Räikkönen (Finnland) den ersten Saisonsieg eingefahren. "Wir werden mit Sicherheit ein spannendes Rennen erleben", versprach der Rekordpilot.

Nach Schumachers Trainings-Unfall vier Tage nach dem siebten Titelgewinn in Spa hat der frühere Formel-1-Weltmeister Niki Lauda einen vorzeitigen Rücktritt des Ferrari-Stars nicht ausgeschlossen. "Er wird in Ruhe die Konsequenzen überlegen. Er weiß genau wie gefährlich das war. Er wird überlegen: Wie nah war ich dran? Er weiß auch, weil es ja kein Fahrfehler und er nicht schuld an dem Unfall war, dass das jederzeit wieder passieren kann", sagte der Österreicher der "Bild am Sonntag".

"Wenn du anfängst über das Risiko und die Gefahr zu grübeln und wie lange du noch fahren willst, dann musst du aufhören", sagte Lauda. "Ein Rennfahrer muss ganz alleine spüren und entscheiden, wann Schluss ist. Dann kann er auch im Leben nach dem Sport glücklich sein", meinte der auf dem Nürburgring bei einem Feuerunfall 1976 schwer verunglückte Lauda, der seine Formel-1-Karriere 1985 beendet hatte. "Es ist doch so: Wenn ein junger Fahrer so einen Unfall hat, dann schüttelt er sich und es ist vergessen. Wenn aber dem Michael Schumacher, der alles gewonnen hat und sich nichts mehr beweisen muss, so etwas passiert, dann wirst du stärker an das Risiko erinnert, das du in diesem Beruf eingehst", sagte Lauda.

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