Schumag AG und BIR wohl nicht von Insolvenz bedroht
Hoffnung für Babcock-Töchter

Beim insolventen Babcock-Konzern werden nach Angaben des Unternehmens voraussichtlich die beiden Tochterfirmen Schumag AG und Babcock Industrierohrleitungsbau (BIR) gerettet werden können.

Reuters OBERHAUSEN. Ein Weiterbestehen der beiden Gesellschaften mit insgesamt rund 2800 Mitarbeitern sei "in den Bereich des Möglichen gerückt", teilte die Babcock AG am Sonntag mit. Beide Firmen seien "auf gutem Weg". Grund dafür sei eine "konstruktive Begleitung" der beteiligten Banken und der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. Auch die Babcock Borsig AG habe durch Nachrangigkeitserklärungen auf Forderungen einen Beitrag geleistet.

Nach dem am 4. Juli gestellten Insolvenzantrag der Babcock Borsig AG haben bislang bereits 35 der insgesamt rund 300 Firmen des Maschinen- und Anlagenbaukonzerns in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Unter anderem gehören dazu die börsennotierte Babcock-BSH-Gruppe und der Anbieter von Gebäudetechnik Krantz-TKT. Babcock erklärte hierzu am Sonntag, bei der BSH-Gruppe seien sowohl ein eigener Restrukturierungsbedarf wie auch die Verbindung zum Mutterhaus für die Insolvenz verantwortlich gewesen. Die Insolvenz der Krantz-TKT sei dagegen "im Wesentlichen" auf die Entwicklung der Konzerngesellschaft zurückzuführen.

Siemens-Chef Heinrich von Pierer sagte unterdessen in einem vom "Spiegel" veröffentlichten Interview, Siemens werde "ganz sicher nicht" bei der insolventen Babcock einsteigen. Siemens müsse im Kraftwerksbau nicht alle Komponenten selber herstellen. "Babcock wird ja weiterleben und uns als Zulieferer wie bisher schöne Kessel bauen", sagte von Pierer.

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