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Schumi II kritisiert Williams - Villeneuve für Versöhnung

Formel-1-Rückkehrer Jacques Villeneuve will die Dauerfehde mit Michael Schumacher beenden. „Das ist vorbei und vergessen. Ich werde mich mit ihm versöhnen, und wir werden gut miteinander auskommen“, kündigte der Kanadier in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ an.

dpa STUTTGART. Formel-1-Rückkehrer Jacques Villeneuve will die Dauerfehde mit Michael Schumacher beenden. "Das ist vorbei und vergessen. Ich werde mich mit ihm versöhnen, und wir werden gut miteinander auskommen", kündigte der Kanadier in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" an.

Villeneuve feiert am kommenden Wochenende beim Großen Preis von China in Shanghai mit Renault nach einjähriger Zwangspause sein Comeback und fährt in den kommenden beiden Jahren für das Schweizer Sauber-Team.

Der elfmalige Grand-Prix-Sieger und der siebenmalige Weltmeister Schumacher hatten sich in der Vergangenheit ständig verbal und auf der Rennstrecke bekämpft. So hatte der Ferrari-Pilot aus Kerpen 1997 beim Saisonfinale im spanischen Jerez versucht, Villeneuve mit einem Rammstoß von der Piste zu drängen, konnte aber damit den Titelgewinn seines Williams-Konkurrenten nicht verhindern.

Indes hat Ralf Schumacher seinen Noch-Arbeitgeber Williams-BMW scharf kritisiert. "Leider hat es Williams nie geschafft, über eine komplette Saison ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung zu stellen", sagte er in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Teamchef Frank Williams warf Ralf Schumacher vor, eine bereits verabredete Vertragsverlängerung zurückgezogen zu haben, um "noch mal pokern zu können. Dazu habe ich es nicht kommen lassen". Der 29 Jahre alte Rheinländer verlässt das britisch-deutsche Team nach sechs Jahren und wechselt 2005 zu Toyota.

Ralf Schumacher sieht seinem ersten Grand-Prix-Einsatz in China nach seinem schweren Unfall vor gut drei Monaten beim großen Preis der USA gelassen entgegen. "Die Reflexe sind da", sagte er, nachdem Testfahrten in Silverstone vergangene Woche gut gelaufen waren. Bei dem durch einen geplatzten Hinterreifen verursachten Einschlag in eine Mauer in Indianapolis mit knapp 300 km/h am 20. Juni hatte sich Schumacher eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen und zwei Brustwirbel gebrochen. Die Verletzungen seien vollständig verheilt, versicherte er. An den Crash könne er sich nicht erinnern. "Die Fernsehbilder von dem Unfall sehe ich wie ein unbeteiligter Zuschauer. Auf Video wirkt es harmlos."

Inzwischen hat sich auch Formel-1-Chef Bernie Ecclestone in die Diskussionen über die Konsequenzen des kompletten Rückzugs von Ford aus der Königsklasse des Motorsports im kommenden Jahr eingeschaltet. "Es könnte in der Sache auch ein paar Vorteile geben. Es gibt Vorkehrungen der anderen Teams, je drei Autos einzusetzen. Wir hätten dann 20 wirklich wettbewerbsfähige Wagen am Start", sagte der Brite dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Der Automobilkonzern hatte mitgeteilt, sein Jaguar-Team und sein den Rennställen Jordan und Minardi Motoren lieferndes Tochterunternehmen Cosworth aus der Formel 1 zurückzuziehen. Damit könnten sich 2005 nur noch sieben statt bislang zehn Teams an der WM beteiligen. Verbindliche Absprachen garantieren den Fernsehsendern und Veranstaltern jedoch ein Feld von mindestens 18 Rennwagen, so dass die verbleibenden Teams im Notfall drei Autos einsetzen müssten. Villeneuve hielte dies für "fatal".

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